WORKSHOP: NORDERNEY

Hallo zusammen, schön, dass Ihr hier vorbeischaut! Heute gibt es einen Bericht von einem der Shootings auf dem >Workshop von Mario Dirks auf der schönen Insel Norderney. Die Techniken sind Blitzen mit Offenblende und Graufilter und Pano-Stitching für mehr Hintergrundunschärfe. Viel Spaß!

WORKSHOP: NORDERNEY

DIE VORGESCHICHTE

Mario hat mich vor rund einem Jahr gefragt, ob ich Lust hätte, mal mit ihm zusammen einen Workshop auf Norderney zu machen. „Klar, da bin ich dabei!“ 🙂 Und nun war der Workshop und es war zwar ganz schön anstrengend (13 TN, zwei Models, vier Shootings, nachts dann immer bis zwei Uhr die Bilder bearbeiten, viel schleppen usw.), aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht!

Das finale Bild

Ein Ergebnis

Bei einem der Shootings wollten wir ein offenblendiges >Bokehrama mit dem Porty machen und haben hierfür Graufilter eingesetzt (0.9x, also drei Blenden). Ich persönlich habe nichts gegen Graufilter, wenn sie in der Dämpfung nicht zu stark werden, und bei den leichteren Typen so bis 2..4 Blenden Dämpfung sind in meinen Augen Schärfe und Farben noch prima, aber urteilt selbst.

DAS SHOOTING

Für das Pano habe ich rund 35 Bilder hochkant aus der Hand geschossen. Equipment und Einstellungen waren: 5d3 mit 70-200 f/2.8 @f/4.5 und @ 200 mm, 1/200 Sekunde, ISO 100, JPEG, WB auf Blitz, 3EV-ND-Filter vor der Linse. Licht: Jinbei FL-500 Porty mit Standard-Parabolreflektor.

Teurer Kram, sagt jetzt vielleicht der eine oder andere von Euch. Geht das nicht auch mit preiswerterer Ausrüstung? Klar geht das: Ich könnte mir eine preiswerte Crop-Kamera wie die EOS 600D vorstellen, und würde als Linse die Sigma- oder Tamron-Variante des EF 70-200 f/2.8 II verwenden. Wenns eine der besonders preiswerten Varianten ohne Bildstabi ist, dann würde ich noch ein Einbeinstativ verwenden.

DIE BEARBEITUNG

Zu Hause muss das Pano erst einmal gestitcht werden. Ich verwende dazu Microsoft ICE, weil es am schnellsten ist, aber Photoshop funktioniert auch. Weiterhin muss ich normalerweise bei solchen Pano-Aufnahmen, bei denen ich das Model nicht aus dem Bild bitten kann, aus einem gelungenen Modelbild dann das Model über das Stitching-Ergebnis drüber kopieren. Aber auch das geht rasch und problemlos.

Ansonsten: Neuer Himmel, Frakturen reparieren, verflüssigen, Farblook mit zwei Einstellungsebenen Color-Lookup. Dann noch ein wenig Rauschen dazu per Camera Raw-Filter.

DIE GALERIE

In der Galerie seht Ihr die Making-of-Bilder.

TIPPS & TRICKS

Da mein Hauptjob beim Workshop natürlich war, den Teilnehmern zu helfen, und nicht etwa, schicke Fotos zu schießen, mussten meine Aufnahmen bei den Shootings schnell im Kasten sein. Entsprechend konnte ich hier auch nicht das Stativ aus dem Bild tragen, aber das zaubert auch Photoshop rasch weg.

Ich habe das Pano schnell hintereinander geschossen, bin aber bei den Aufnahmen, in denen ich Blitzlicht haben wollte (Model, Boden ums Model), langsamer geworden. So langsam, dass zumindest *dort* der Blitz auch nachladen konnte. Backbutton Fokus hilft wieder ungemein, und so sind zwei Pano-Serien in fünf Minuten im Kasten! 🙂

Und hier kommt nun noch ein Pano-Beispiel vom gleichen Shooting, aber mit anderem Model (Gabriela) und mit Supersync, statt mit Graufilter geschossen.
EXIF: 5d3, 70-200 f/2.8 at f/4.5, ISO 100, 1/4.000 Sekunde (!). Enjoy:

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BROWSER-STRANDGUT

+++ Photigy +++ FStoppers +++ Nova +++ Strobist-News +++ AH-Photo +++ PHLearn +++

  • Alex Heinrichs referiert über Filter. Lehrreich:

  • Aaron Nace färbt Augen um. Schaut gut aus:

Tilo ~gallo~ Gockel, 19.09.2014

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5 Kommentare

  1. Thomas

    Der Blog, der jetzige Eintrag und der Workshop waren und sind klasse gewesen. Das mit dem Panorama habe ich zwar selber nicht ganz hinbekommen, scheinbar habe ich nicht genau zugehört😞. Aber jetzt beim Nachlesen habe ich es verstanden. Somit kann es als Erfolg für mich abhaken. Dafür vielen Dank an Tilo

  2. Was einen Workshop wie diesen zum Erfolg werden lässt, sind zum einen die Location, die Dozenten, die Models, die Technik und zuletzt ganz wichtig die Chemie in der Teilnehmergruppe. Alles hat an diesem Wochenende auf Norderney gestimmt.
    Diese Stimmung wurde durch die lockere Art der beiden Dozenten Mario und Tilo, sowie deren didaktisches Einfühlungsvermögen auf einzigartige Weise verstärkt.
    Für mich persönlich waren bis dato die „kleinen“ Aufsteckblitze ungeliebte Hilfsmittel mit bisweilen sieben Siegeln. Den Workshop als learning by doing kann ich allen wärmstens empfehlen, die bislang mit einem Aufsteckblitz nichts anzufangen wissen. Und als Einstimmung zu diesem Workshop kann ich die Bücher von Tilo als Pflichtlektüre vorschlagen.

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