BACKLIGHT RULEZ!

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So, die Sommerpause ist vorbei.
Schön, dass Ihr hier erholt vorbeischaut!

Heute gibt es gerade noch passend zu den Temperaturen draußen ein sonniges Gegenlichtshooting im Yachthafen. Enjoy! 🙂

BACKLIGHT RULEZ!!

AUFNAHME

Gar nicht so einfach, dieses Gegenlicht. Der Dynamikumfang überfordert jede Kamera, und so muss der Fotograf selbst entscheiden, was auf den Sensor soll und was ausbrennnen darf. Pflicht sind zumindest bei mir die Gegenlichtblende und die Displaylupe.

Dann drehe ich das Model gegen das Licht und schaue, ob das Gesicht noch ausreichend hell ist. Im Beispiel war das der Fall, weil die Bootsoberfläche reflektiert hat. Dann schaue ich, ob das Kantenlicht stimmt. Ich speichere zur Sicherheit JPEG und RAW und belichte ein gutes Stück unter (eine Blende oder eher zwei).

Im Beispiel mit dem hell leuchtenden Stahlrohr im Vordergrund war das knifflig, weil die Kamera-Automatik versagt hat (hier im AV-Modus), also hab ich per Lupe gecheckt und dann sogar noch +0,33 EV EC eingestellt. Wie Ihr unten seht, ist das Bild dennoch relativ stark unterbelichtet.

>>> Warum unterbelichten?

Das mache ich einfach zur Sicherheit. Die Gefahr ist sonst zu groß, dass wichtige Bildteile übersteuern und verlorengehen. Wie Ihr unten seht, ist das Aufhellen aber rasch erledigt. Alle Bilder, die Ihr hier seht, wurden übrigens aus den JPEGs entwickelt, aber die RAWs in der Hinterhand geben ein zumindest ein gutes Gefühl. 🙂 In der Bearbeitung unten seht Ihr auch, wie ich noch im Vordergrund ein paar Details zurückgeholt habe. Auch das gelingt nur bei unterbelichteten Bildern

>>> AV oder M?

Tcha, lieber eigentlich M, weil sich dann die Belichtung nicht dauernd ändert. Bei unserem Yachtshooting waren aber immer mal wieder Wolken vor der Sonne, und das macht direkt 3..4 Blenden aus. Daher AV.

>>> EXIF-Daten

Zum Aufhängerfoto: 5d3, 70-200 f/2.8 auf 140 mm und auf f/4.5. AV-Modus, +0,33 EV, 1/ 1600 sec, ISO 100, AWB, JPEG (!).

BILDBEARBEITUNG

Im PS-Screenshot seht Ihr die Bearbeitung. Der wichtigste Schritt kommt gleich am Anfang: Ich lade das JPEG und rufe dann direkt auf: Filter > Camera-Raw-Filter. Wie es dann weitergeht, seht Ihr in den ACR-Screenshots: Belichtungsanpassung, Farbanpassung, negative Klarheit, Grün raus, Himmel einsetzen.

Das Photoshopping des JPEG

Das Photoshopping des JPEG

Der erste Schritt in Photoshop: Filter > Camera-Raw-Filter

Der erste Schritt in Photoshop: Filter > Camera-Raw-Filter

Einstellungen im Camera-Raw-Filter

Einstellungen im Camera-Raw-Filter

Einstellungen im Camera-Raw-Filter

Weitere Einstellungen im Camera-Raw-Filter

GALERIE

BROWSER-STRANDGUT

+++ Produkt-Fotografie +++ Gläser, Kristalle, Prismen für Flares +++ Nik-Problem +++ Staub in Photoshop +++

  • PHLearn: Creating dust in Photoshop:
  • DukePro: Shooting Whiskey:

Tilo ~gallo~ Gockel, 05.09.2015

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4 Kommentare

  1. Tom

    Hallo Tilo,

    vielen Dank für den informativen Blogeintrag. Eine Frage stellt sich mir: Warum hast Du als Grundlage der Entwicklung das JPEG und nicht das „sichere“ RAW genommen?

    Vielen Dank und viele Grüsse,
    Tom.

  2. Hi Tom,
    die Frage ist berechtigt und nicht einfach zu beantworten. 🙂 Erster Versuch: Ich shoote in letzer Zeit oft einfach In Jpeg (das stimmt zwar, aber das war hier nicht der Fall). Zweiter Versuch: Ich browse bei der Sichtung durch die Jpegs, nicht durch die Raws, weil das schneller geht. Und *dann* nimmt mein Bildbetrachter (irfanview) einfach das Monitorprofil, da kein eingebettetes ICC-Profil vorhanden ist (es ist nur angedeutet durch die Dateischreibweise —- PS versteht das, Irfanview nicht). So. Und manchmal gefällt mir das echt gut, und dann nehm ich das einfach und tausche sRGB durch Eizo RGB und dann wieder retour 🙂

  3. Megastarke Bilder, besonders die letzten beiden. Ich mag dieses warme, diese Bokeheffekte, das schräge bringt nochmal Dynamik. Sind für meinen Geschmack zusammen mit denen, die du bei Jean Noir gemacht hast deine besten. Mit der Jepeg-Bearbeitung kann ich mich noch nicht so recht anfreunden, obwohl mir auch schon tausend mal gedacht hab, sieht eigentlich schon cool aus und mit dieses Kameraprofilen in Camera RAW / lightroom bekommt man das nicht so cool hin.

  4. Hallo,

    sehr schöne Bilder. Beim Lesen der Überschrift vermutete ich gleich einen Artikel zum Thema „Aufhellblitz bei Gegenlicht“.
    Aber es geht auch ohne, wie man sehr schön sieht [ich unterstelle mal Absicht und nicht fehlendes Equipment :)].

    Insbesondere die unscharfen Bildelemente im Vordergrund geben den Bildern eine interessante Tiefe.

    Zum Schluß noch ein großes Danke dafür, dass Sie die Exif-Daten in den Bildern belassen (manche Kollegen entfernen diese ganz bewusst). Ich selbst nutze den Chrome Browser mit der Erweiterung „Exif-Viewer“.
    Mit dieser Erweiterung genügt schon ein Mouse-Over über das Bild und die dazugehörigen Exif-Daten werden eingeblendet (falls vorhanden).

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