Wie man ein Mosaik abfotografiert (und erweitert)

Wenn Ihr einmal ein Mosaik (ein Bild, einen Quilt …) auf engstem Raum abfotografieren wollt, dann kann Euch dieser Post nützen. Seht unten auch, wie Ihr solche Bilder über die Bildgrenzen hinweg erweitern könnt. Viel Spaß!

Das sehr schlanke Ergebnis vor der Erweiterung mit Photoshops Generative Fill.

Die Aufgabe

In der Saunalandschaft in meinem Elternhaus verbirgt sich ein ägyptisch inspiriertes Mosaik, das mein Vater vor Jahrzehnten einmal liebevoll zusammengepuzzelt hat. Das wollten wir letztes Wochenende abfotografieren.

So schaut das Mosaik aus, fotografiert unter dem dortigen Neonlicht. Man erkennt die beengten Verhältnisse.

Wie Ihr im Foto seht, ist aber nicht viel Platz rund um das Mosaik, und wenn man es nur mit dem Neonraumlicht aufnimmt, wird das Ergebnis bescheiden. Auch der Umzug des Kunstwerks ins Tageslicht ist leider nicht möglich, weil es fest in die Wand zementiert ist. 🙂

Also muss Blitzlicht her!


Das Setup

Ihr denkt sicher wie ich an eine große Softbox, aber leider war der Platz dafür zu knapp. Somit habe ich zuerst einmal versucht, mit dem Blitz auf der Kamera über die linke Wand zu bouncen. Da war aber der Farbstich zu extrem und das Licht war wegen der kurzen Distanzen noch immer zu hart und zu konzentriert.

Das Setup: zwei Profoto A1 auf einer Leiter, die durch einen großen Diffusor strahlen.

Gute Ergebnisse hat dann ein Setup geliefert, das aus zwei Manfrotto A1 auf einer Leiter bestand. Die A1 waren voll ausgezoomt, strahlten also sehr weitwinklig und wurden fernausgelöst über einen Profoto Connect auf der Kamera. Vor den Blitzen seht Ihr, eingeklemmt zwischen Boden und Decke, einen großer Faltdiffusor von Walimex.

Kamera und Objektiv: Sony A7III mit Canon EF-24-70, angeschlossen über Sigma MC11.


Die Bearbeitung

Für die erste, einfache Version mit dem schlichten schwarzen Rahmen habe ich das Mosaik ausgeschnitten und begradigt und dann Kontrast, Schwarzpunkt und Farben korrigiert. Das leicht ungleichmäßige Licht habe ich per dezentem Dodge&Burn geglättet.

Dann wollte ich das Bild erweitern, weil mir das in der ursprünglichen Form doch etwas zu schmal war. Wenn man hierfür Photoshops Generative Fill benutzt, wird aber die Auflösung zu schlecht (Ihr seht das im vierten Bild). Der einfache Trick ist dann, stückweise zu erweitern, also immer nur einen kleinen Teil per Generative Fill füllen zu lassen. Das dauert zwar ein bisschen, funktioniert aber ansonsten wunderbar.

Ein kleiner Wermutstropfen war dann nur noch, dass das stückchenweise Füllen nicht diesen schönen Bogen erzeugt hat, sondern immer einfach stupide aus der nahen Umgebung gefüllt hat. Also habe ich den Bogen per klassischem Photoshopping mit der Hand gebaut. In der Galerie seht Ihr die einzelnen Schritte. Viel Spaß damit!


Browser-Strandgut

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–– http://www.fotopraxis.net , September 2024

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