Ein Speedlight gegen die Sonne

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Hallo zusammen, schön, dass Ihr auch im neuen Jahr schon das Blog besucht! Heute gibt es einmal wieder ein Shooting-Logbuch, weil ich weiß, dass das gut ankommt! 🙂

EIN SPEEDLIGHT GEGEN DIE SONNE

Eine Frage, die in Strobistenforen regelmäßig auftaucht, ist: „Wieviel Power brauche ich, um gegen die Sonne zu blitzen?“

Gar nicht so einfach, das zu beantworten. Da gehört noch an Info zu: Sonnenstand? Lichtformerwahl? Ganzkörper- oder Kopfporträt? Soll die Umgebung noch ein, zwei Blenden unterbelichtet werden?

Einigen uns hier für das Beispiel auf einmal früher Nachmittag und einmal später Nachmittag, Durchlichtschirm und 2/3-Porträt bzw. Ganzkörperporträt und eine Unterbelichtung auf Ambient um rund eine Blende, für mehr Dramatik.

Am frühen Nachmittag ist das echt nicht ganz einfach. Da muss man tricksen, weil die Power eines einzelnen Aufsteckers eigentlich nicht reicht, zumindest nicht, wenn man noch einen Lichtformer einsetzen möchte. Hier seht Ihr mal ein Gegenlichtfoto im Vollautomatikmodus. Die Schatten der Leute zeigen, wie hell das war und wie hoch die Sonne noch stand.

Parameter und Tricks, in der Kürze

Kamera auf M umstellen: ISO 50 (wenn möglich), RAW-Format, WB auf trüb (6350 K, +11), Belichtungszeit um die 1/160 sec. Schirm mit Speedlite (M-Modus, knapp volle Power), recht nah ran. Jetzt Kamera so einstellen, dass auf den Fotos der Himmel gerade nur ganz knapp ausreißt – das kann man später fixen, genauso, wie die Unterbelichtung des Models. Zu Hause in Photoshop steht dann eine doppelte Raw-Entwicklung an, einmal für die Umgebung samt Himmel, einmal für das Model. Das kann man dann leicht mittels einer Maske fusionieren.

Am späten Nachmittag ist die Geschichte dagegen recht entspannt. Ihr braucht nur so 1/4 bis 1/2 Power und könnt dennoch auch auf Abstand gehen und ein Ganzkörper-Porträt komplett ausleuchten. Das funktioniert auch ohne eine doppelte Raw-Entwicklung.

 

GALERIE

In der Galerie seht Ihr die Location, die Making-of-Fotos, die Fotos direkt aus der Kamera und die bearbeiteten Versionen. Die kleinen Texte bei den Bildern liefern die Erklärungen.

 

WAS IST MIT HSS? MIT SUPERSYNC?

HSS / FP-Sync wäre hier keine gute Wahl, weil die Umstellung zwei Blenden frisst. De facto holt man am meisten aus dem Speedlite raus, im Verhältnis zur Sonne, wenn man die Kamera auf Synczeit stellt (1/200). Details findet Ihr zum Beispiel >HIER.

Supersync funktioniert mit starken Aufsteckblitzen zwar theoretisch, aber es funktioniert nicht wirklich gut. Die Leistungseinbuße ist immens, und sinnvoll ist das daher nicht. Klar, mit einem Porty könnte man das machen, aber man würde es wohl nur machen, um offenblendig shooten zu können.

Offenblendig könnt Ihr aber auch mit dem Aufsteckblitz ohne HSS oder Supersync fotografieren, wenn Ihr einen ND-Filter nehmt. Ich hab das auch beim Shooting für ein paar Bilder gemacht (ein -5-EV-Filter, der fünf Blendenstufen dämpft). Hier ein Beispiel:

BROWSER-STRANDGUT

+++ NvN +++ In My Bag +++ Jinbei / Strobist +++ “Exposure”-Mag +++ Watch Photography +++ CGI (Ed) +++ PS +++ Pro Photog Cheap Cam +++

  • Aaron Nace: Focus Area Selection mit PS. Interessant:
  • DigitalRevTV: Pro photog cheap camera, dieses Mal mit Jara Jade. Sehenswert, coole Ergebnisse:

 

Tilo ~gallo~ Gockel, 04.01.2015

 

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