WORKSHOP: SOLNYSHKO

Vornweg:Wer an der Hochschule Aschaffenburg studiert, der hat nun zum ersten Mal die Möglichkeit, das >Wahlpflichtfach Technische Fotografie zu belegen (hier auch der >Terminplan). Also haut rein!

Wahlpflichtfach  Foto: Thomas Christl

Hallo zusammen, schön, dass Ihr hier vorbeischaut! Heute gibt es wieder einmal ein Shooting-„Behind the Scenes“, was ja immer wieder gut ankommt. 🙂 Danach dann interessantes Browser-Strandgut, viel Vergnügen!

SOLNYSHKO, DIE KLEINE SONNE

Wenn man an einem bewölkten Nachmittag Ende Februar Fotos in der Natur aufnehmen möchte, dann kann man sich entweder mit der tristen Stimmung vor Ort zufrieden geben, oder auch einfach eine eigene Sonne mitbringen!

Ich hatte zur Sicherheit vor Ort sogar *zwei* Sonnenscheinchen dabei. Einmal einen leistungsstarken Porty und zum zweiten Solnyshko (Solnyshko ist Russisch und heißt „die kleine Sonne“).
> 2x Klick vergrößert.

Solnyshko

Komponenten und Setup

Der verwendete Blitz >Jinbei FL-II 500 liefert eine maximale Blitzenergie von 400 Ws und stand beim Shooting auf der Hälfte (auf Stufe 4 von 5). An Lichtformer kam nur der mitgelieferte Mini-Reflektor am Schirm zum Einsatz, der aber eher dazu dient, die Blitzröhre zu schützen, als das Licht nennenswert zu formen. Wenn Ihr so ein Shooting einmal mit Systemblitzen probieren möchtet, dann setzt wenn nötig ganz einfach mehrere parallel ein, das gelingt das auch damit.

Die Richtung des Blitzlichts sollte zumindest grob der Richtung der Sonne entsprechen, auch wenn diese von Wolken verdeckt ist. Nur so ergibt sich auch später eine glaubhafte Lichtstimmung. Weiterhin sollte der Blitz im Idealfall über der Horizontlinie stehen, um glaubhaft als Sonne durchzugehen.

Tricks zu den Aufnahmen und EXIF-Infos

Offenblendig zu fotografieren, ist in solchen Gegenlichtsituationen keine so gute Idee, weil auch der beste Autofokus bei Gegenlicht häufig ein bisschen daneben liegt. Daher haben wir die meisten Aufnahmen mit f/4 gemacht. Da selbst bei dieser Blende noch die Syncbedingung verletzt wurde, kam ein 4-Blenden-Graufilter zum Einsatz. Ansonsten: 5DMk III mit 70-200 f/2,8, auf 190 mm und auf f/4, ISO 100, Raw-Format, Weißabgleich auf um die 10.000 Kelvin (in der Kamera oder ersatzweise in ACR).

In der Bildergalerie seht Ihr das Setup, dann eine herkömmliche Aufnahme ohne Blitz, dann das gleiche Bild, mit warmem Weißabgleich, dann mit Blitz und dann ein paar finale Ergebnisse:

Photoshop

Für den sonnigen Look sind hauptsächlich die Einstellungen in Adobe Camera Raw verantwortlich. Im Screenshot seht Ihr, wie bei mir die Regler fürs Aufhängerbild standen:

screenshot

BROWSER-STRANDGUT

+++ Mario Dirks +++ Steve McCurry +++ Ian Christmann +++ Elena Jasic +++ Strobist +++ PHLearn +++

  • Mario Dirks: eine interessante Workshop-Ankündigung! 🙂
    Workshops
  • PHLearn Battle: Aaron Nace vs. Rob Woodcox:

~gallo~, 07.03.2014

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2 Kommentare

  1. Michael

    Interessanter Beitrag über die sonnensimulation. Dass der AF bei einem 4 Blenden Graufilter nicht mehr so funzt, hab ich auch festgestellt.
    Warum nicht über supersync gehen ?

    LG
    Michael

  2. joah, kann man machen, aber ich wollts auch einfach und robust alles halten, weil noch ein anderer Fotograf dabei war… außerdem fangen die Filter auch mehr Flares ein 🙂 Und dann sind die Filter ja auch nu da … müssen sich ja bezahlt machen!

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