GADGET GUIDE NO. 2 – PETZVAL

GADGET GUIDE NO. 2 – PETZVAL

Hallo zusammen und schön, dass Ihr vorbeischaut! Heute kommt die Vorstellung der Petzval-Linse – ein Leckerbissen aus feinstem Messing. Danach wie immer Browser-Strandgut. Viel Vergnügen!

DIE PETZVAL-LINSE

Bilder: >Alexander Kasper, Text: Tilo Gockel

Die Petzval-Linse ist etwas Besonderes. Wer sie zum ersten Mal in der Hand hält, der freut sich über die hohe Wertigkeit und das schöne Look-and-Feel, das ein bisschen an Steampunk erinnert. Die Linsenkonstruktion wurde vom ungarischen Konstrukteur >Joseph Petzval im Jahre 1840 speziell als Porträtlinse entwickelt. Danach wurde die Linse einige Jahre von Voigtländer produziert, dann aber von moderneren Konstruktionen abgelöst. Jetzt hat ein >Kickstarter-Crowd-funding-Projekt sich dem Thema nochmals angenommen, sehr erfolgreich Geld gesammelt und ist mittlerweile in die Produktion gegangen. Alex hatte damals mitgefunded und war entsprechend auch einer der ersten Besitzer einer solchen Linse, und am Wochenende durfte ich das Schmuckstück auch einmal ausprobieren.

Die Bedienung ist gelinde gesagt ungewöhnlich. Fokussiert wird rein manuell über eine Rändelschraube, was grundsätzlich gut gelingt, aber mit einem längeren Verstellweg noch besser funktionieren würde. Manche Anwender tunen anscheinend die Linse, und bauen ein größeres Einstellrad ein.

Die Blende stellt man ein, indem man ein metallisches Einschubteil wechselt. Auch das funktioniert, allerdings ist der Halt der Stanzblechblenden mal sehr locker, mal wieder zu stramm. Aber das sind alles Eigenheiten, mit denen man umgehen lernt, wenn denn die Bildquali stimmt! Und, stimmt sie? Das ist Geschmackssache!

Die ausgeprägten Fehler der Vierlinsenkonstruktion wie die starke Vignettierung und die Curved-Plane-of-Focus sind gewollt – sie halten den Blick des Betrachters im Zentrum. Der Einsatzbereich der Linse ist begrenzt. Sie taugt für außergewöhnliche Porträts und vielleicht noch für Food oder Close-up. Generell ist sie eher für Nahaufnahmen geeignet, weil nur bei weit entfernten (und hellen und lebendigen) Hintergründen der schöne Bokeh-Effekt zu sehen ist. Wenn alles zusammentrifft und passt, dann ist der Effekt wirklich schick. Ob er 549 Euro wert ist, muss wohl jeder selbst entscheiden. 🙂 Wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann leiht die Linse erst einmal oder kauft sie dort, wo Ihr das Teil evtl. bei Nichtgefallen auch zurückgeben könnt.

Vorsicht auch an Crop-Kameras: Die Linse wird an APS-C oder DX gefühlte 136 mm lang und das ist mindestens für Innenräume einfach ein bisschen zu viel Tele.

  • Die technischen Daten:
    Brennweite 85 mm, Offenblende f/2,2, mit Einsteckblenden … (für die Bilder hat Alex fast immer Blende f/4,0 verwendet); erhältlich für Canon- und Nikon-Bajonett.
  • Kosten und Bezugsquelle:
    in Messing 549 €, schwarzlackiert 649 Euro, Bezug über >Lomography.

Unten seht Ihr die Bilder, die Alex gestern auf der Hallia Venezia geschossen hat, und >hier findet Ihr noch mehr Bilder, die mit der Linse entstanden sind.

BROWSER-STRANDGUT

+++ Sterne +++ Portfolios +++ NVN +++ Zack Arias +++ Jessica Kobeissi +++ PHLearn +++

  • Jessica Kobeissi: How to edit and color fashion portraits:
  • Jessica Kobeissi: Adding color …:
  • Aaron Nace / PHLearn: Create Mood, Atmosphere, and Drama in Photoshop
  • Aaron Nace / PHLearn: How to Use Complementary Colors in Photoshop:

~gallo~, 25.02.2014

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