
Der Midjourney-Editor
Endlich kann Midjourney auch mit eigenen Bildern gestartet werden. Möglich macht das der neue Editor, in welchem man entweder Bild-URLs eingeben oder auch direkt Bilder hochladen kann. Das Feature ist leistungsfähig, aber nicht ganz billig, denn es ist nur in den Jahres-Abomodellen enthalten, nicht in den monatlich kündbaren Modellen. Im Screenshot seht Ihr die verschiedenen Jahresmodelle.
Man könnte auf die Idee kommen, schlicht den 8$-Basic-Plan zu wählen, hätte dann aber wesentliche Nachteile. Man hätte keine „Fast-Generation“-Zeit, man wäre eingeschränkt auf 200 Jobs / Monat (die schnell weg sind) und man bekämme den Editor erst freigeschaltet, wenn das alte Abo-Modell abläuft (bei mir war das auf monatlicher Basis, ich hätte rund drei Wochen warten müssen).
Sinnvoll ist es wohl leider Gottes, auf den Standard-Plan zu gehen.

Die Bedienung des Editors
Die Bedienung ist einfach. Man lädt das eigene Bild, löscht dann Bereiche mit dem Radiergummi, die man ersetzen möchte, gibt ein Prompt mit und lässt rechnen. Wenn man zuviel gelöscht hat, kann man per Restore-Pinsel das ursprüngliche Bild wieder herstellen, aber es reicht eh eine sehr grobe Auswahl. Im Beispiel habe ich den weißen Käse ausradiert und dort dann neuen Käse einrechnen lassen.
Wichtig ist dabei, dass das Prompt nicht nur für den gelöschten Bereich steht, sondern für das Gesamtbild.
Bei mir war das entsprechend: a burger with melted orange cheddar cheese.



Tricks für ein noch besseres Ergebnis
Der Editor funktioniert prima, allerdings generiert er nur recht kleine Bildauflösungen. Es entsteht leider tatsächlich ein Ergebnisbild mit viel geringerer Auflösung als das Ausgangsbild hatte. Man kann den integrierten Upscaler verwenden, aber der ist leider immer noch nicht so besonders toll. :-((


Ich schalte schlicht noch Magnific.AI nach und lasse dann dort hochrechnen. Ich starte dort allerdings fast immer zwei Jobs, einer mit wenig Creativity und hoher Resamplance, einer umgekehrt und fusioniere die zwei Ergebnisse dann flott in Photoshop mittels Maske und Pinsel. In der sexy Vorher-Nachher-Darstellung seht Ihr ein paar Ergebnisse (hier auch HighRez).




Beim letzten Beispiel gibt es eine Kleinigkeit zu beachten: Ich habe in Photoshop das Werbe-T-Shirt freigestellt und dann in dieser Form als PNG gespeichert – PNG hat einen Alpha-Kanal für die Freistellung bzw. zur Speicherung der transparenten Bereiche. Das wiederum konnte ich nach MJ laden und dort auch die Freistellung benutzen. EINMAL kurz muss man aber mit dem Radierer doch ins Bild klicken, bevor er die mitgegebene Freistellung akzeptiert.
In der Summe kann man sich die vorhergehende Freistellung aber sparen, weil die Ergebnisse viel besser werden, wenn man mit dem MJ-Radierer sehr großzügig den Hintergrund ausradiert, samt Teilen vom T-Shirt!


–– http://www.Fotopraxis.net , Tilo ~gallo~ Gockel, Mitte November 2024
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