Neuer Weyllan-Kugelkopf

Hallo Ihr Lieben! Ihr überlegt, einen neuen Stativkopf anzuschaffen, zum Beispiel wie ich fürs „Tethered Shooting“ überkopf? Dann könnte der Beitrag für Euch interessant sein. Viel Spaß damit!

Der Weyllan RH52 ist stabil, sehr präzise gefertigt und hat sogar eine zweite Panoebene. Für unter 100 Euro kann man hier in meinen Augen kaum etwas falsch machen (Herstellerfoto, das auch die Basis war fürs Aufhängerbild; Partner-Link).

Ball, 3-Way oder Gimbal

Es gibt drei klassische Bauformen von Stativköpfen, den Kugelkopf, den Dreiwegeneiger und den Gimbal. Der Kugelkopf ist klein, leicht und flexibel, taugt aber nicht gut fürs horizontale Schwenken. Der Dreiwegeneiger kann gut schwenken, aber einen Gimbal kann man auch in zwei Achsen in Kombination sehr komfortabel bewegen. Dafür ist der Gimbal wiederum schwer und teuer, und je nach Anwendung sogar zu flexibel. Man muss abwägen.

Was darfs denn sein – Kugelkopf, untersetzter Dreiwegeneiger oder Gimbal?

Der Kugelkopf Weyllan RH52

Ich besitze bereits einen Dreiwegeneiger und wollte jetzt für Tethered-Aufnahmen überkopf (für Food) unbedingt einen Kugelkopf. Der Grund liegt auf der Hand: Wenn die Kamera kopfüber hängt oder ganz generell etwas entfernt aufgebaut ist, schaut man beim Einstellen oft schlicht aufs Notebook- oder Tablet-Display (daher Tethered Shooting) und hat es dann mit einem Kugelkopf am einfachsten, „blind“ alle Freiheitsgrade auf einen Rutsch einzustellen. Wer will schon bei Kopfüber-Montage dauernd überlegen, welche Achse im Raum jetzt welche am Neiger ist.

Aber ein guter Kugelkopf wie der Weyllan RH52 hat auch noch andere Vorteile (Partner-Link). Durch die untere Panorama-Ebene gelingt das Schwenken besonders elegant, weil man die zwei anderen Achsen dabei fixieren kann. So ersetzt er fürs Filmen oder für Panoramen das wichtigste Feature des Dreiwegeneigers.

Für den Fall, dass Präzision gefordert ist, aber das Stativ nicht genau im Lot ist, hat er auch noch oben über der Kugel, eine zweite Panorama-Ebene. Auch dafür gibt es einen Dauen hoch.

Desweiteren sind zwei kleine Libellen verbaut, alle Schrauben sind abdrehgesichert und die verliersichere Platte ist Arca-Swiss-kompatibel. Der größere Bruder CH55 hat noch einen gesonderten Einstellknopf für die Kugelreibung, aber das scheint mir fast schon übertrieben. Ich stelle lieber an einem großen Knopf sowohl fest/los als auch die Reibung bzw. Gängigkeit ein.


Einen Dreiwegeneiger kann dieser Kugelkopf also recht gut ersetzen, aber wie schaut es mit einem Gimbal aus? Hier seht Ihr ein Video, wie man, in Kombination mit einer Stativschelle, mit der Kugel selbst eine Gimbalfunktion nachempfinden kann.

Mit einem Trick kann der Kugelkopf sogar mal zeitweilig das Gimbal ersetzen.

Der Kugelkopf im Tethered-Shooting-Setup

Mein komplettes Tethering-Setup braucht noch ein wenig Feinschliff, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sowohl die Hardware als auch die Software Hand in Hand gehen.

Eines kann ich aber schon verraten: Der Aufbau wird robust, preiswert und reisefähig, und die Software läuft gleichermaßen unter Windows und Mac OS. Am Spiegeln aufs iPad bin ich noch dran. Stay tuned! 🙂


–– Tilo ~Gallo~ Gockel, http://www.fotopraxis.net, 20.10.2024

One thought on “Neuer Weyllan-Kugelkopf

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  1. Ich bin tatsächlich gerade auf der Suche nach einem Neuen. Hab hier mehrere rumliegen und bei allen (auch den hochwertigen) ist das Problem an der unteren Panaromaebene. Auch bei max. Arretierung hat sie leichtes 1-3mm Spiel und das nervt.

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