SMART PHOTO HACKS 01

Hallo liebe Fotofreunde, heute startet die Serie Smart Photo Hacks. Ich hoffe, sie gefällt Euch! Und wenn Ihr Vorschläge (eigene kleine Problemchen) für diese Serie habt, dann immer gerne her damit!

Klare Fotos von Manhattan, trotz Scheibe? Kein Problem! (siehe unten)


Hochkant-Panos

Jeder macht horizontale Panos, aber kein Mensch macht Hochkant-Panos. Warum?! Probiert es einfach einmal aus. Möglich sind die Shots auch mit der sperrigen Systemkamera, aber mit dem Smartphone mit Panofunktion geht es schneller. So sind auch die zwei Beispiele entstanden.

Zu beachten ist einzig, dass es besser ist, das Pano von oben nach unten aufzunehmen, damit der Himmel nicht ausfrisst (damit die automatische Belichtung nicht ihren Wert von unten, vom Dunklen entnimmt).

Die Verzerrungen sind immens, aber ich korrigiere sie nicht, sondern sehe sie als interessantes Stilmittel.

Wenn einer der größten Autokräne der Welt montiert wird, gelingt das Foto nur als Hochkant-Pano!

Die Wolkenkratzer in Manhattan sprengen jedes Format – es sei denn, man fotografiert sie als Hochkant-Pano!


Shots durch die Scheibe

Viele besonders interessante Orte sind mittlerweile verglast, und so muss man öfter einmal durch Scheiben fotografieren. Das ist im Zoo der Fall, auf Safari und auch von den hohen Aussichtsterrassen in New York. Die Gefahr ist dann, dass man sich Reflexionen einfängt.

Bei Fotos durch die Scheibe ist die Gefahr groß, dass man sich Reflexionen einfängt.

Zum Glück ist die Lösung ganz einfach. Man braucht nur zwei Dinge, die man vielleicht sowieso dabei hat.

  • Ein Mikrofasertuch, um die Scheibe zu reinigen.
  • Einen Schal oder auch einen (schnell mal ausgezogenen) Pullover, um dann um die Linse rum das Licht abzuschatten. Vielleicht reicht sogar das Putztuch, wenn es nur groß genug ist.
Der Lohn der kleinen Mühe: NYC ohne störende Reflexionen.


Gruppenbilder

Gruppenbilder sind immer ein wenig knifflig. Zum einen muss man fürchten, dass jemand die Augen geschlossen hat oder sonst irgendwie unvorteilhaft aussieht. Zum zweiten muss man auch schauen, dass man alle Personen scharf einfängt. Gerade bei mehrzeiligen Gruppen ist das gar nicht so einfach. Klar, man kräftig abblenden, aber selbst dann kann man die Schärfentiefe nicht gut abschätzen (wenn man sie denn nicht berechnen möchte).

Tipp 1 ist, mehr Fotos aufzunehmen, als scheinbar erforderlich sind. Im Anschluss ist man froh, wenn es viel Auswahl gibt.

Tipp 2 ist simpel: Man ruft kurz vor der Aufnahme: „Alle jetzt die Augen zu!“, wartet kurz, ruft „Augen auf!“ und macht das Foto.

Tipp 3 ist, die Fotos flott auf unterschiedlichen Abständen aufzunehmen. Dies ist wohl die schnellste Möglichkeit, die Schärfentiefe zu verändern. Im Anschluss muss man zwar bei den weiten Shots zuschneiden, aber das geben die modernen Sensoren mit 20+ Megapixeln locker her. Alternativ könnte man auch die Blende verändern, aber damit einher geht auch immer eine Veränderung der Belichtung. Das braucht dann zeitaufwändige Anpassungen an ISO und Zeit.

Tipp 4 ist, flott aus der Hand einen Focus Stack aus zwei, drei Shots aufzunehmen. Dieser ist dann im Anschluss (händisch) relativ schnell montiert, wenn denn die Ausbeute aus 3 noch immer nicht ausreichend scharf ist.


Gruppenbilder mit durchgehend scharfen Gesichtern und mit offenen Augen bei jedermann und jeder Frau sind kein Hexenwerk. Ein paar einfache Tricks helfen dabei.

Browser-Strandgut

Neil van Niekerk erklärt Time Lapse Photography:


Neil van Niekerk: Fashion-inspired Zeiss-ZX1-Test:



Irene Rudnyk: Shooting im Dschungel, mit Licht von oben:


„Walden“, ein Kurzfilm, aufgenommen mit der Sony FX3. Hut ab!:
https://www.sony.de/alphauniverse/stories/walden-a-sony-fx3-cinematic-short-film


— Tilo Gallo Gockel, Fotopraxis.net, August 2022

Ein Kommentar

  1. Uwe

    Danke für den Artikel, da sind schöne Ideen dabei! Ich predige meinen Kindern immer, das Handy gegen Reflektionen direkt auf die Scheibe zu legen, wenn sie aus dem Zugfenster hinaus Bilder machen, aber ein Tuch zu verwenden, lässt natürlich viel flexiblere Aufnahmerichtungen zu…
    Gern mehr davon von Zeit zu Zeit – danke!
    Viele Grüße, Uwe

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