SONY A7 III – HIER PUNKTET SIE!

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Hallo zusammen, schön, dass Ihr hier vorbeischaut! Grau ist alle Theorie, und Theorie zur A7 III hatten wir nun genug. Heute kommen Praxiserfahrungen.

Ich habe mir die wichtigsten Features der A7 III überlegt, jene Eigenschaften, die für mich unverzichtbar geworden sind, und zu jeder dieser Eigenschaften ein Bild mitgebracht, das mit meiner Canon viel schwieriger gewesen wäre. Enjoy!

HIER PUNKTET DIE SONY

AUGEN-AUTOFOKUS

Ich liebe ihn über alles! Es fühlt sich wie schummeln an. Wenn es das einzige Feature wäre, dass die Kamera von meiner Canon 5D Mk III unterschieden hätte, wäre ich allein deswegen umgestiegen! Ich bin total gerne offenblendig unterwegs und gerne auch mit kurzen Brennweiten. Mit einem gutmütigen 70-200 f/2.8 mache ich auch durchgehend scharfe Fotos, nicht aber mit einem zickigen 50 f/1.2 oder einem 35 f/1.4. Bisher! Jetzt, mit der Sönnie, werden alle Augen knackscharf!

Kurze Erklärung zur Bildwahl: Das erste Bild ist der Aufhänger. Es zeigt besonders deutlich den Benefit des EYE AF, weil das Spinnennetz vor Jeanies Augen herkömmliche Autofokus-Systeme ablenken würde, nicht aber den EYE AF.

Das Bild mit >Nora zeigt, dass der EYE AF sogar Profilaufnahmen beherrscht. Einzige Voraussetzung: Man muss den Fokus aus einer Frontal- oder Schrägaufnahme sozusagen mitnehmen, also von dieser Ansicht aus tracken und damit erst ins Profil gehen (Tastenbelegung dazu: siehe >letzten Blog-Beitrag).

„Geht nicht bei wenig Licht!“ höre ich da? Klar geht das!

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BELIEBIGER FOKUS-PUNKT

Haha, ja, kennt Ihr noch die Canon-Raute? Nikon und Co. waren auch nicht besser – sie haben die Phasenautofokussensoren in einer kleinen rautenförmigen Anordnung um die Bildmitte gebündelt. Nicht gut! Stets waren technologische Grenzen die Begründung für diese gravierende Einschränkung. Aber offensichtlich geht es auch anders, denn die Sony beherrscht AF bis in die Ecken.

Im Bildbeispiel war das super hilfreich, um das Gesicht des vorderen Herrns scharf zu bekommen. Ein herkömmliches Phasen-AF-System hätte dort keine Sensoren gehabt, und Focus-and-Recomposing hätte bei der Brennweite 24 mm einen zu großen Fehler verursacht.

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IBIS UND HIGH ISO

In-Body Image Stabilization oder kurz IBIS ist ein Feature, das man schnell nicht mehr missen möchte. Klar, Canon hat auch IS, aber eben nur im Objektiv und damit teuer und nicht in allen Linsen verfügbar. Sony bietet aber Bildstabilisierung für alle Objektive, weil sie im Gehäuse lokalisiert ist. Merke: auch Fremdglas profitiert von Sonys IBIS!

High ISO? Klar, kein Problem. Die Sony zeigt nur gutmütiges Rauschen, kaum aggressives Farbrauschen wie die Canon-Kameras.

Die Beispielaufnahme von der Luminale in Frankfurt wurde aus der Hand mit 1/8 Sekunde und ISO 2500 aufgenommen (Brennweite 17 mm).

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PUSHEN BIS DER ARZT KOMMT

Manchmal belichtet man versehentlich unter, aber oft muss man auch absichtlich unterbelichten, um die die Lichter zu retten. Wer eine Canon hat, weiß, dass das Pushen dann buntes Konfetti zur Folge hat. Das Farbrauschen nimmt gravierend zu.

Bei der Sony ist das nicht der Fall. Man verschiebt den Belichtungsregler (besser: hebt die Gradationskurve in der Mitte an) und die Bildquali bleibt noch richtig gut. Einfach erstaunlich!

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KLAPP-DISPLAY

Dieses Feature habe ich anfangs kaum genutzt, aber es verging nur kurze Zeit, bis ich einmal auf dem Bauch liegend weitwinklig fotografieren wollte. Kein Problem, dank Klapp-Display!

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FREMDES GLAS

Linsen von anderen Herstellern, gerne despektierlich als „Altglas“ bezeichnet, können an der Sony zu neuen Höchstleistungen auflaufen. Ich verwende zum Beispiel sehr gerne mein Canon EF 24-70 f/2.8 II an der Sony und genieße dann die Bildstabilisierung, den AF bis in die Ecken und den EYE AF.

Wenn Ihr das Bild anklickt, bekommt Ihr die High-Rez-Version und könnt sehen, wie scharf dann die Augen auch wirklich werden! 🙂

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Was noch?

Einiges: Lautloses Shooten, guter 4k-Video-Codec, Touch-Display, WLAN, künstlicher Horizont, Live-Histogramm, Live-Zebras, freie Tastenbelegung, …

Aber ich kein Sönnie-Vertriebsmann, von daher möchte ich auch ein paar (wenige) Schattenseiten nennen: Das elektronische Display ist anscheinend zu hell – es passiert mir noch immer, dass ich unterbelichte. Das Live-Histogramm ist nicht zuverlässig. Die Standard-Bedienung ist „suboptimal“, das läuft nur rund mit einer eigenen Tastenbelegung (siehe >letzten Blog-Beitrag). Der Fokuspunkt ist manchmal kaum erkennbar. Die Akkulaufzeit ist schlechter als bei den alteingesessenen DSLRs.

Aber das ist es auch, denke ich. Damit kann ich gut leben. 🙂

BROWSER-STRANDGUT

Tilo ~gallo~ Gockel, http://www.fotopraxis.net, 19.05.2019

3 Kommentare

  1. misdemeanor

    Hi Thilo,
    boah – das Bild mit der Spinne lässt sie so echt wirken, das ist hiermit offiziell das krassest-ekelige Bild, welches ich bisher von Dir gesehen habe. Spinnen sind faszinierend, aber *AAAAAAAAAAAARGH* naja es spricht für die Qualität der Montage, dass ich so darauf abgehe. Toll, wenn ich wegen Dir jetzt nicht schlafen kann *schauder* 😉

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