CANON 470EX-AI – ein Aprilscherz?!?

Heute mal eine Polemik der besonderen Art. Enjoy! 🙂

Es geht heute ums Flash Bouncing, also ums Indirekt-Blitzen mit dem Blitz auf der Kamera. In dieser Blitztechnik steckt enormes Potenzial für Hochzeits- und Event-Fotografen, für Reportagen und und und. Ich liebe Bouncing und tüftle auch immer gerne an neuen Tricks wie dem >Counter Bouncing usw. Unten in der Galerie seht Ihr ein paar Bounce-Beispiele.

Vorneweg: Man kann Bouncing für Hochformat und für Querformat einsetzen. Und, Trick, haha (@Canon: aufgemerkt! Das spart Euch die Peinlichkeit unten im Film, bei Minute 3:14 🙂  ): Man muss den Blitz dafür noch nicht mal anfassen:

zweier-klein2.jpg

Gut, oder? Guter, sauberer Spaß, ohne Motoren (frei nach „Die nackte Kanone“).

So.

Und jetzt kommt DIESE Produkt-Travestie raus:

Das hat nach meiner Meinung jemand entworfen, der noch nie Bounce Flash eingesetzt hat. Warum?

  • Die Einstellung des Blitzkopfes gelingt viel schneller mit der Hand, als mit diesen Modellbau-Servos. Wenns noch schneller gehen muss, im Eifer des Gefechts, dann stellt man den Blitz einmal fest ein, wie im Aufhänger gezeigt. Das taugt für Quer und für Hoch und gut ist.
  • Wenn man optimales Licht möchte, muss man ein wenig experimentieren. Man variiert den Kopf ein wenig, lässt ihn mal nach links, mal nach rechts zeigen, mal bisschen höher, mal tiefer, und macht so eine kurze Serie, bis der Eindruck stimmt. Das kann dieser Grillschwenker natürlich auch nicht.
  • Im Video dreht sich der Blitz gegen die Decke. Das ist selten eine gute Idee (man beachte die entstehenden dunklen Augenhöhlen, im Video gut erkennbar). Viel besser gelingt Flash Bouncing über eine Wand, also von der Seite kommend. Gerne auch über eine hintere Wand.
  • Eure Artificial Intelligence mischt sich auch in die Belichtung ein? Das ist unnötig, denn >so gelingt die Einstellung besser und zuverlässiger.
  • Akkustrom ist wertvoll. Wenn mir noch diese Motoren daran saugen, habe ich weniger Blitze über.

In der Summe: Sorry, Canon, das Ding braucht kein Mensch! 🙂

Wenn Ihr was verbessern wollt, dann verändert diesen verd**ten Feststell-Knopf an den Speedlites. Ich verstehe, dass es gut ist, einen zu haben, damit der Blitzkopf bei Anbauten am Kopf nicht wegknickt. Aber ich möchte das selbst entscheiden. Mit oder ohne Rastung muss wählbar sein. Zu oft habe ich den Blitzkopf wegen dieses Knopfes, der gerne auch mal verkantet, fast schon abgebrochen! Grrr.

Und wenn Ihr gerade so schön am innovieren seid …

Wie wäre es denn mit einer neuen CMOS-Sensor-Technologie? Mit viel Reserven fürs Pushen? Und wie wäre ein gescheiter Autofokus bis in die Ecken? Hui. Oder gar einer, der Augen tracken kann?? Oder ein Bildstabi-Konzept am Sensor, nicht in der Linse? 4K-Video mit nem gescheiten Codec? Oder womöglich ein Electronic Viewfinder, ein lautloser Shutter, eine schnelle Auslesemimik ohne Sucher-Blackout, …, …, ….?

Da würde ich mich mal an Eurer Stelle einmal austoben.

So, das musste sein. Aber jetzt ist der Dampf erstmal abgelassen. Unten kommt jetzt noch die versprochene Galerie mit vielen Bounce-Flash-Beispielen, alle mit dem Blitz auf der Kamera aufgenommen, ganz ohne die Notwendigkeit von surrenden, lahmen Servos. Enjoy! 🙂

screenshot.jpg

Browser-Strandgut kommt nächstes Mal wieder, großes Indianerehrenwort!

Bis denne, eine gute Zeit und stets gut Licht, Euer sarkastischer ~Gallo~ , 01.03.2018

 

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7 Kommentare

  1. Lieber Gallo,
    Du magst ja großartige Fotos machen; auch will ich Dir nicht ein gewisses Verständnis für Fototechnik absprechen. Dennoch liegst Du mit Deinem Gezeter vollkommen falsch.
    Du bist ein Marketing-Depp. Wie kannst Du denn darauf kommen, dass es um vernünftige Bilder gehen könnte?!? Es geht um Verkaufen! Denn was soll Canon für einen Nutzen aus dem Blitzgerät ziehen, das Du Dir voriges Jahr gekauft hast? Also geh’ ein wenig in Dich, verschenke all das, was Du länger als zwei Jahre besitzt und kauf, kaufe, kaufe neu!
    Auch Deine Wünsche an die Entwicklungsabteilung sind vollkommen schräg; so etwas wird nicht kommen. Anderes ist in Aussicht gestellt: Eine integrierte zweite Lichtquelle im Blitzkopf, die sich automatisch auf den Fotografen ausrichtet, damit die Aufmerksamkeit nicht allein durch das Surren und die Bewegung des Kopfes, sondern auch durch die optimale Beleuchtung auf die Hauptperson der Shootings richtet.
    Aber auch jetzt schon finde ich den Namen des Gerätes äußerst gelungen.
    Beste Grüße!

    • Hi , ja, das stimmt schon, ich bin im Marketing echt schlecht.
      Gelernt hab ich bisher nur, dass sich meine Bücher besser verkaufen, wenn was Sinnlich-erotisches auf dem Cover ist . Immerhin. 🙂 Aber für die Canon-Marketing-Leute wäre es sicher auch einfacher, was cooles zu bewerben (sowas wie den Profoto A1) als so etwas blödes …

  2. misdemeanor

    Ich kann Dich gut verstehen … meine 6D habe ich seit August nicht mehr angefasst, weil ich letztes Jahr den Wechsel vollzogen habe vom Canon VF auf Sony VF. Vieles ist anders, aber sehr vieles ist deutlich besser. Alle Deine Punkte, und ich könnte die Liste noch mindestens verdoppeln, unterstreiche ich zumindest mal mit. Ist Canon aber leider egal … es geht um Evolution statt Revolution. Wie das denen aber gelingen soll und ob überhaupt wird sich zeigen 😉

  3. Sven Reincke

    hallo tilo,hätte wieder einmal ein paar fragen an dich…ich würde gerne mit freelensing anfangen u.den sensor dabei gegen schmutz schützen…habe eine nikon d 7200 u.eine fuji xt 10.wollte für das freelensing ein älteres af nikkor 50mm1,8 d nehmen.würde als staubschutz ein retroring mit uv filter funktionieren?oder wäre mann dann zu weit vom sensor der kamera entfernt?über eine antwort würde ich mich sehr freuen!lg von sven aus stralsund

  4. Servus Sven, das kannst Du Dir selbst überlegen: wenn Du das Objektiv verschwenken willst, dann tauchts irgendwo ein und auf der anderen Seite entsteht ein Spalt. Wenn man mit sowas schafft, wie Du vorhast, engt man sich den möglichen Kippwinkel ein, dann geht es (je nach Kombi) vielleicht nur noch für Makro.

    1. Kombi: Nikon + Nikon-Glas: wenn Du nicht wie ich Anbauteile bei der Linse entfernst, macht es eh nicht so viel Spaß.
    2. Nikon-Glas und Fuji xt 10: das könnt ja ganz gut gehen:
    https://fujifilmxt10blog.files.wordpress.com/2015/11/auflagenmasse.pdf

    // dem Auflagemaß nach …

    viele Grüße
    Tilo

  5. Lieber Gallo !!!
    Die neue Fotoschule ist wirklich toll. Der neue Blitzer könnte durchaus für die absolute beginners interessant sein also bitte nicht so streng sein 😉 Summa summarum die höchste Zeit für den Gadget guide nr. 8 >>> vor allem die teuren Profoto A1 aber auch unbedingt Huawei pro 20 müssen von Dir getestet werden… und da wäre noch Nikon 850 mit dem Canon Adapter 😉
    V.G.
    Hector

    • Servus Hector und danke fürs Feedback. Ich weiß nicht …. ich würde Absolute Beginners irgend einen manuellen Chinaböller empfehlen, weil mans damit viel schneller lernt, als mit so einem TTL-Schwenkimonster, wie das Canon gerade vorgestellt hat. Aber im Ernst: ja, ich sammle eigentlich immer mal wieder Ideen für den nächsten Gadget Guide, aber es gibt so wenige gute Tools. Also ich hab hier ja immer auch mal zum testen neue Kameras, wie die Spiegellosen von Söööniiie (Alpha 7R III) und die Pixelmonster von Canon (5DR), und, nunja, im Moment bin ich mit meiner alten EOS 5D Mk III noch sehr happy. 🙂

      Soll heißen: Neues Equipment mal helfen, dass die Bilder schärfer werden oder so, aber nicht, dass sie besser werden …

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