iPHONE BOKEH

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Hallo zusammen. Schön, dass Ihr hier auf fotopraxis.net vorbeischaut. Heute gibt es einmal wieder ein Smartphone-Thema: Bokeh mit dem iPhone. Geht nicht? Geht wohl! Viel Spaß!

iPHONE BOKEH BEI SARAH WIENER

Ja, ich bin bekennend bokehsüchtig und darüber hinaus auch noch großer Sarah-Wiener-Fan. 🙂 Da lag es nahe, beim letzten Kurztrip nach Berlin im dortigen >Wiener-Restaurant mein neues iPhone mit Doppellinse einmal genauer zu testen.

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DIE OPTIKEN

Das iPhone besitzt ab der Version 7 in der großen Plus-Version an der Front zwei Linsen mit unterschiedlichen Brennweiten (weiterhin gibt es auch noch die Selfie-Kamera auf der Displayseite, aber um diese soll es hier nicht gehen).

Für mich war genau diese neue, zweite Kamera ausschlaggebend, das 6er zu verkaufen und das 7er anzuschaffen. Die bisherige, alte Kamera trägt eine Optik, die wie 30 mm am Vollformat wirkt. Für Landschaften ist das schön, für alles andere weniger. Die neue Kamera bringt aber eine Brennweite mit gefühlt 55 mm mit, die alles besser macht. 🙂 Vorsicht aber: Auch bei 55 mm sollte man nicht zu nah rangehen, sonst gibt es auch hier dicke Nasen.

DER EFFEKT

Die Verbindung der zwei Kameras erlaubt die Aufnahme einer Tiefenkarte, wie man sie von Stereokamerasystemen her kennt, und wenn man dann dem Prozessor diese Tiefenkarte verfügbar macht, kann dieser einen synthetischen Schärfeverlauf berechnen. Kein Hexenwerk. Wer damit einmal in Photoshop rumspielen möchte, verwendet dazu den Filter „Objektivunschärfe“ und übergibt diesem die Tiefenkarte als Maske oder Alphakanal (an Hintergründen und an der Algorithmik interessiert? dann schaut mal >hier rein).

Mancherorts liest man, dass es sich beim verwendeten Glättungsfilter um einen Gaußfilter handelt, aber das stimmt nicht (der Gaußfilter kann keine Zerstreuungskreise erzeugen). De facto handelt es sich im einen sog. Disk-Filter, also um einen Filter mit einer kreisförmigen Filtermaske.

Bei geschickter Anwendung und bei passenden Motiven überzeugt der Effekt. Eine sorgfältige Freistellung in Photoshop, kombiniert mit einem Plugin wie Alienskin Exposure / Bokeh2 kanns noch besser, aber nach meiner Erfahrung ist das iPhone in der Unschärfesimulation unter Smartphones führend. Ich finde den Effekt wirklich hübsch und setze ihn sehr gerne ein. Ob er den Mehrpreis rechtfertigt, muss wohl jeder selbst entscheiden, aber auch ohne den synthetischen Effekt hat man beim größeren iPhone immer noch diese 55mm-Brennweite. Die finde ich super.

DIE BILDDATEIEN

Unter iOS 10 hat das iPhone im Portraitmodus einfach immer zwei Dateien gespeichert, eine mit Effekt, eine ohne. Ab iOS 11 wird aber nur noch eine Datei geschrieben. Wer den Effekt ausschalten möchte, muss dies über das anschließende Bearbeiten des Bildes lösen. Man klickt dann einfach auf den kleinen Schriftzug „Portrait“ und kann somit den Effekt ausschalten.

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Wer eine Datei mit Bokeh-Effekt und eine zweite ohne Effekt haben möchte, dupliziert die Datei vorher (>Fotos, dann unten links auf das „Versenden“-Symbol gehen, dann aber nicht versenden, sondern in der unteren Zeile auswählen: >Duplizieren). Das ist ein bisschen umständlich, aber was will man machen.

DAS ESSEN

Das Essen war gut! Ich war zweimal dort frühstücken und habe einmal zu Mittag gegessen. Mein Highlight waren die vegetarischen Rote-Beete-Maultaschen mit Kräutersalat. Vorneweg Rinderconsomee, dazu ein feiner Riesling. Das war alles knackfrisch und hat wunderbar geschmeckt!

DIE GALERIE

In der Galerie seht Ihr einige Beispielbilder. Alle sind mit der langen Brennweite aufgenommen (gefühlt 55 mm, anstatt 30 mm). Zuerst kommt das immer Beispiel ohne Effekt, dann mit.

Manchmal habe ich dem Bild auch noch einen dezenten Effektfilter gegönnt, zum Beispiel einen von Tadaa SLR (siehe das Bild der Vespa).

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BROWSER-STRANDGUT

+++ Heute dreht sich alles um die iPhoneografie, viel Spaß

  • Ein paar Workshops von fotopraxis c/o Photigy:
    https://www.photigy.com/?s=gockel
  • Das erste iPhone Fashion Shoot:
  • Das zweite iPhone Fashion Shoot:
  • Fashion shoot with the iPhone 7 Plus Portrait Mode:
  • iPhone 7 Plus Fashion Shoot:
  • Editing iPhone Portraits using VSCO:

Tilo ~gallo~ Gockel 10/2017

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2 Kommentare

  1. fürs ungeübte Auge ist das schon der Hammer. Wie kann ich den die Schärfentiefe steuern? Das iPhone stellt wie gehabt auf den gewählten Punkt scharf und ich kann das nur durch vor und zurückgehen machen? Das Ding weiss ja nicht, dass der Teller zu Ende ist 🙂

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