FDP-KAMPAGNE

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Wie wird man eigentlich Promifotograf? Das weiß ich auch nicht so genau, obwohl ich immerhin auch schon Roger Willemsen vor der Linse hatte. Aber eines kann ich sagen: Es hilft, wenn der Promi bei Dir im Büro sitzt. 🙂

FDP-KAMPAGNE

Oder auch: Ab nach Berlin…!

DER ORT

Für die Fotos wollten wir keinen cleanen Studiolook und haben deshalb eine Loci im Freien ausgesucht – einen großen Parkplatz in Obernburg, beim Industriecenter. Ich habe am Vortag Probefotos gemacht und geschaut, wie der Hintergrund wirkt.

Bei so vielen Autos klappt solch ein Shooting gut, weil es zum einen ausreichend funkelndes Chrom und Glas für Zerstreuungskreise gibt und zum anderen auch die Hintergrundfarbe gut gewählt werden kann. Man muss nur eben ein bestimmtes (bei uns blaues) Auto in die Sichtlinie der Kamera holen. Nicht ganz so günstig war, dass es am Tag des Shootings relativ kalt und auch windig war. Die Schirme sind daher mehrfach umgefallen. Auswege für die Zukunft? Sandsäcke, Erdnägel, Assis.

Was dann noch hilft, um einfach mehr Positionen zu ermöglichen, ist eine kleine Leiter zum Darauftreten mit einem Bein, zum Aufstützen und zum Anlehnen.

DAS LICHT

Ihr wisst, ich finde Schirme toll, denn sie sind preiswert, klein, leicht und machen tolles weiches Licht. Auch hier kamen zwei Schirme als Kreuzlicht zum Einsatz. Einer von links vorne, einer von rechts hinten. In den Schirmen saßen manuelle Yongnuo-Speedlights vom Typ 560 III, die den RF-Empfänger bereits integriert haben.

Von unten, an einem Manfrotto M026-Neiger und einer Superclamp: ein >Dreiecksreflektor zum Aufhellen.

DIE TECHNIK

Für solche Porträts nehme ich kein zickiges 85 1.2 oder so, sondern fast immer das 70-200! Warum? Weil mit dieser Linse, selbst wie im Beispiel auf Offenblende f/2,8 und auf Brennweite 170 mm, die Schärfentiefe stets so groß ist, dass fast alle Schüsse zu gebrauchen sind. Dennoch wird aber die Hintergrundunschärfe so ausgeprägt, dass der Hintergrund butterweich wird. Das ist der Lohn des langen Teles (Details? siehe das >Bokeh-Buch).

Man könnte auch ein 135er nehmen, aber das hätte dann keine Bildstabilisierung und wäre auch weit weniger flexibel. Ich habe mein EF 135 f/2L mittlerweile wieder verkauft. 😦

Die EXIF-Informationen zum Aufhängerbild: Canon EOS 5D Mark III mit EF 70-200 f/2.8II, auf 170 mm und auf f/2,8, ISO 100, 1/160 Sekunde, Raw.

DIE GALERIE

In der Galerie seht Ihr das symbolische Setup, das Setup vor Ort, zwei Ergebnisse, und das fertige Wahlplakat in zwei Größen.

Übrigens noch kurz zur Bildauflösung:

Es kam mal wieder die teuflische Zahl 300 dpi auf. Haha. Aber ich konnte Karsten und seiner Agentur leicht vorrechnen, dass selbst die NASA keine Kamera hat, die Bildmaterial liefert, das man in 3×4 Metern mit 300 dpi drucken kann. :-)))) Lasst Euch da nicht ins Bockshorn jagen, denn die notwendige dpi-Zahl sinkt mit dem Betrachtungsabstand. 300 dpi sind für Bücher und Magazine, also für DIN-A4 zweiseitig aufgeklappt angegeben.

Simple aber stimmige Faustregel: Wenns für DIN-A4 reicht (in 300 dpi, oder gerne auch in nur 240 dpi, reicht mir auch), dann reicht es für alles, auch für Billboards am Times Square. .-) Große Beweise hängen hier übrigens in unserer Wohnung, und es hat sich noch nie jemand beschwert, dass die Bilder weich wären.

BROWSER-STRANDGUT

Burning Man, Porträts, Digital Art, Bearbeitung und Touch-up.

Tilo ~gallo~ Gockel 25.08.2017

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2 Kommentare

  1. Hey Thilo,

    mein erster Post seit langem, aber bei Dir ist das ja nicht anders gewesen. Erst warst Du Wochen fort und hast nicht mehr gebloggt, dann plötzlich BÄM BÄM BÄM 😉 zum Artikel bzgl. des Politikers: Respekt.
    Blitzen ist ja nicht Jedermanns Sache, und obwohl ich das ganz gerne mache und mich immer wieder ran traue, sind viele Schüsse erst nach viel Rumprobieren möglich bzw. entfalten die gewünschte Wirkung. Dieses Setup auf einer schmucklosen, herbstlich anmutenden Rasenfläche neben einem Parkplatz hätte ich vermutlich nie als Szenerie für ein Portrait ausgesucht – aber selbst im Detail sorgen die Autos dafür im Hintergrund für ein interessanteres Bokeh durch deren Reflexionen – ich finde es stark. Freue mich wieder auf weitere interessante Artikel.

    P.S.: Deine Link-Thematik von der E-Mail zum Blog-Beitrag mit der Verlinkung der Bilder ist leider *hust* immer noch nicht repariert 🙃

    • Hi Tobi,
      eigentlich ja einfach, weil man _nur_ nach dem Hintergrund schauen muss. Kann man ja einfach testen, ob der gut wirkt. Ansonsten muss das Modell noch in den Schatten, den Rest machen die Blitze. Schwieriger find ich, das ganze noch ohne Blitze zu machen, da muss man auf viel mehr achten:
      Business Headshot

      Zum Bug E-Mail / Bilderverlinkung: hm, also ich hab da ja gar keinen Einfluss.
      Aber bei mir gehts eigentlich auch, oder? also wenn ich draufklicke (sinnvollerweise mit Strg parallel, damit in neuem Fenster), öffnet sich das Bild. Dann schaue ich es an, dann mach ich das Fenster wieder zu.
      Neues Bild …

      LG Tilo

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