FOOD, FOOD, FOOD

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Food, Food, glorious Food! Heute kommt ein Beitrag zum Thema Food-Fotografie. Enjoy!

FOOD, FOOD, FOOD!

Alle essen gerne, viele shooten gerne, aber Fotos von Essen sind nicht leicht, weil die Gerichte beim Licht nichts verzeihen. Es gibt eigentlich nur drei funktionierende Setups fürs Licht. Jedes andere Licht läuft Gefahr, das Essen platt und billig wirken zu lassen.

DAS LICHT

Food wünscht sich Gegenlicht, Gegenseitenlicht oder Seitenlicht. Alles, was näher an der Kameraachse ist, also frontaler ist, macht die Räumlichkeit kaputt. Ich habe Euch mal in der Galerie ein Beispiel reingepackt, wie denn das Sushi mit direktem Licht ausschaut. Nicht gut.

Je nach Gericht (hohe Gerichte, wie Burger, Torten) braucht es vielleicht etwas mehr Aufhellung von seitlich vorne, vielleicht auch von seitlich links vorne und von seitlich rechts vorne, aber nach meiner Erfahrung sollte der Hauptteil des Lichts von hinten oder von seitlich hinten kommen.

Ich habe das für das Sushi-Beispiel einfach einmal mit der Balkontür gelöst, aber Ihr könnt die Tür (das Fenster …) auch einfach durch eine große Softbox ersetzen. Hartes Licht kann auch funktionieren, das hängt vom Gericht ab, aber auch das harte Licht sollte von hinten kommen.

Sushi-Diagram

Food wünscht sich Gegenlicht, Seitenlicht oder eine Mischung … jeweils mit Aufhellung gegenüber.

Vorne hat man dann je nach Aufgabe einen Reflektor als Aufheller, oder eine zweite (schwächere) Softbox oder ein paar Minispiegel oder ähnliche Geschichten.

Mit der mittleren Lösung – Seitengegenlicht und Aufhellung gegenüber – liegt man als Ausgangspunkt nie verkehrt.

 

DIE KAMERA UND DIE OPTIK

Wenn Ihr tolles Licht habt, könnt Ihr auch mit dem Smartphone knipsen, das wird dennoch gut. Wer eine ausgewachsene Kamera mit größerem Sensor verwendet (APS-C, DX oder Vollformat), der kann natürlich dann auch noch mit der Unschärfe spielen. Festbrennweiten taugen gut, aber lichtstarke Zooms funktionieren auch.

Ich habe natürlich meine neue Linse verwendet, klar (EF 50 f/1.2), aber die Ergebnisse würden mit einer preiswerten Canon 1200 und einem 50 f/1.8 nicht viel anders aussehen. Der Beweis: Hier ein Pulled-Pork-Burger im Restaurant, mit meiner alten 1000D und dem alten EF 50 f/1.8 II aufgenommen:

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TIPPS

  • Wenn Ihr mit der Unschärfe spielen wollt, dann sollte auch was im Hintergrund sein, was unscharf gut aussieht. Gläser, Schüsselchen, so etwas in der Art.
  • Wenn das Shooting dauert, dann sieht das Gericht irgendwann matt und trocken aus. Dann kann man einfach ein bisschen Wasser oder Speiselöl aufpinseln, und schon ist alles wieder frisch.
  • Was die Bearbeitung angeht: Ich habe in JPEG fotografiert, und das meiste in Adobe Camera Raw gemacht. Das würde identisch also auch in Lightroom funktionieren: bisschen heller, mehr Kontrast, Farben wärmer. That’s it.

DIE GALERIE

In der Galerie seht Ihr zuerst einmal ein Negativbeispiel, dann sinnvollere Setups, symbolisch und vor Ort und dann Ergebnisse.

 

BROWSER-STRANDGUT

Heute natürlich ein FOOD-SPECIAL!! Viel Spaß! 🙂

  • David Loftus (der Food-Fotograf von Jamie Oliver) auf Youtube:
  • Andrew Scrivanis Workshop bei B+H:
  • Rob Grimm: Eine Vorschau auf seine Workshop-Reihe_
  • Bill Law und Canon: Change your lens … :

 

Tilo ~Gallo~ Gockel, www.fotopraxis.net, 13.12.2015

 

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3 Kommentare

  1. Dirk

    Hallo Tilo,
    ich versuche mich auch gelegentlich an Food mit einer 750D und dem EF 50 1,8II. Deshalb meine Frage zu dem Burger-Foto: welche Blende, welche Verschlusszeit? Kam ein Blitz zum Einsatz oder war es nur natürliches Licht?
    Gruß
    Dirk

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