iPHONE MARTINI SPLASH

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Hallo zusammen. Schön, dass Ihr hier vorbeischaut. Heute gibt es mal wieder aus Gaudi was mit dem iPhone. Ich wollte schon immer mal einen Splash mit dem iPhone aufnehmen und habe nun seit geraumer Zeit diese >1000W-Quarzlampe hier rumliegen, und das hat einfach gepasst!

iPHONE MARTINI SPLASH

DER AUFBAU

„Splashes brauchen Blitz“ denkt man normalerweise, aber iPhone und Blitz gehen nicht gut zusammen, weil das iPhone einen Rolling Shutter hat und auch kaum vernünftig synchronisiert werden kann. Splashes funktionieren aber auch mit Dauerlicht, wenn es denn ausreichend stark ist. Im Aufbaubild seht Ihr die verwendeten Komponenten:

  1. Stativ mit >iPhonehalter
  2. Nachttisch + Martini-Glas auf >Edelstahlspiegel (dieser vermeidet die Doppelreflexion)
  3. Manfrotto-Bodenstativ (das kommt bei den >Magic Arms mit)
  4. >1000W-Quarz-Halogenlampe von Amazon, um die 80 Euro
  5. >Tele-PAR-Reflektor, auch von Amazon (Walimex), aber ein einfacher PAR tut es auch
  6. meine Arbeitszimmertür, die hier als Reflektor gedient hat

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DIE AUFNAHME

Splashes verlangen entweder nach einer >Lichtschranke, oder nach viel Geduld. Hier war ich nun einfach einmal geduldig und habe die Olive rund 25-mal in das Wasser geworfen. Wichtig ist, dass man ein paar Aufnahmen schießt, bevor alles unter Wasser ist, damit man später noch eine saubere Basis zum Einflicken hat.

An Apps hab ich verschiedene versucht, bin dann aber bei der Standard-App geblieben. Die leistungsfähige 645Pro-App wäre eigentlich besser geeignet, weil man dort ISO hochdrehen kann und so wirklich mit 1/2000 oder so shooten kann, aber sie ist einfach so mühselig zu bedienen – wenn man von der Bilderschau zurückkehrt, muss man alles neu einstellen, das Drehrädchen macht was es will, und das iPhone wird schweineheiß bei dieser App.

Im nächsten Bild seht Ihr die Entstehung: Ich habe mich als untere Basis für eine Aufnahme mit einigen wenigen Spritzern entschieden, und dann Basis und Splash kurz in Photoshop zusammengebaut. Die Knöpfe rechts sind übrigens das Türschloss der Zimmertür.

Was nicht gut funktioniert hat, das war der Weißabgleich. Ich habe mit allen Apps Custom White Balance durchgeführt und gespeichert, aber das Ergebnis war dennoch stets eher mau.

Der Grund ist, dass die verwendete Lampe einfach sehr wenig Blauanteil hat. Das macht aber nichts, denn hier hilft eine komplette Entsättigung in Photoshop sowie ein Einfärben der Flüssigkeit und ein Hervorholen der ursprünglichen Farbe der OIive. Voila!

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DIE BILDBEARBEITUNG

Gar nicht so viel, wie Ihr jetzt vielleicht meint. Klar, die Farben habe ich korrigiert, die Tropfen dann einzeln ausgemalt (auf der Maske der Blau-Ebene), aber sonst …

Auch wenn ich mit einer großen D-SLR Splashes aufnehme, steht das Löschen unscharfer Tropfen und das Bereinigen auf der Todo-Liste. Da führt kein Weg dran vorbei, wenn man einen knackigen Splash haben möchte.

Im Screenshot seht Ihr den genauen Ablauf.

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TIPPS UND TRICKS

  • Das iPhone hat eine gefühlte Brennweite von rund 30 mm. Das wäre hier zu weitwinklig und würde noch mehr verzerren, als Ihr oben eh schon seht. Der Ausweg heißt Abstand. Die Perspektive hängt nur vom Standort ab, und so kann man selbst mit dem iPhone eine >Teleperspektive erzeugen, wenn man nur ausreichend weit auf Abstand geht und dann später zuschneidet. Man tauscht quasi Brennweite gegen Auflösung. Hier im Bild seht Ihr das Ausgangsbild vor dem Beschneiden:04
  • Edelstahlspiegel sind nicht billig, aber sie bieten dafür eine satte, tiefe Reflexion ohne störende Doppelreflexion. Am Glasspiegel hat man dagegen immer eine Reflexion an der Spiegelschicht und eine weitere an der Glasscheibe. Unschön. Wem Edelstahl zu teuer ist, der kann in PS synthetisch spiegeln (das wäre hier zwar nicht unmöglich, aber knifflig), oder eine (Plexi)-Glasplatte verwenden, bei der eine Seite sandgestrahlt oder lackiert ist. Im letzteren Falle ist die Reflexion aber leider nicht so deutlich wie bei einem richtigen Spiegel.
  • Wenn das iPhone auf einem Stativ sitzt, dann kann man es bei den meisten Foto-Apps auch komfortabel per Plus-Taste am Ohrhörerkabel auslösen, sozusagen als Fernauslöser.
  • Wenn ich solche JPEGs in Photoshop bearbeite, dann gehe ich immer anfangs erst einmal auf 16 bit. Das bringt zwar nicht sofort mehr Information, aber es folgen mit Sicherheit Schritte, die Zwischentonwerte generieren (Weichzeichner, Größenänderung / Interpolation …). Dann nützen 16 bit ungemein, um Tonwertabrisse zu verhindern oder zumindest später auftreten zu lassen.
  • Der Cocktail-Spieß ist tatsächlich ein Rouladenspieß. Nicht weitersagen … 🙂

BROWSER-STRANDGUT

+++ free ebook +++ YN685 +++ Boudoir +++ Headshots +++ iPhone Fashion Shoot III +++

  • PHLearn: Wie man in Photoshop Haare stylt:
  • Ben von Wong: Wie man 30 Meter unter Wasser shootet:

Tilo ~gallo~ Gockel, 24.07.2015

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