WORKSHOP: DAY FOR NIGHT

Hallo zusammen und schön, dass Ihr Fotopraxis.net besucht! Heute kommt mal wieder ein Making-of, und zwar vom Shooting mit Neleta, und Ihr seht hier, wie wir den tristen Tag zur blauen Nacht gemacht haben. Und dann … wie immer Browser-Strandgut. Viel Vergnügen!

WORKSHOP: DAY FOR NIGHT

DER „AMERICAN NIGHT“-TRICK

Tcha, wenn man das googelt, dann wird schnell alles klar: >Die Amerikanische Nacht – ist ein Film des Regisseurs Truffaut, der am Tage gedreht wurde, aber ausschaut, als wäre er bei Nacht aufgenommen.

(2x Klick für große Version)

Bearbeitetes Ergebnis

Ergebnis

 

Wie macht man das? Nichts einfacher als das: Kräftig unterbelichten und die Farben ins Kühle verschieben. An der Kamera geschieht das, indem man auf Umgebungslicht anmisst, dann zwei Blenden unterbelichtet und dann den Weißabgleich auf Tungsten (Kunstlicht, genauer: Glühwendellicht) umschaltet.

Das ist war schon die halbe Miete, und der Hintergrund stimmt damit auch und sieht kühl und cool aus, aber das Model versinkt natürlich genauso im bläulichen Dunkel. Kein Problem: Blitz dazu, der kümmert sich nun um das Model und bekommt noch dazu einen Orange-Filter (einen LEE Full-CTO-Filter, LEE 204), damit das Model wieder natürlicher aussieht. Das ergibt dann einen interessanten Warm/Kalt-Kontrast.

In der Galerie seht Ihr die einzelnen Schritte.

Verwendete Technik und EXIF-Infos

5D Mk III mit 70-200 f/2.8, Jinbei-Porty mit 400 Ws und weißem Schirm, großes Stück LEE204-Folie von >Musikhaus Thommann, Funksender YN-602.

EXIF: Zoom auf 200 mm, f/3.5; 1/160 Sekunde, ISO 160, WB auf Kunstlicht (Tungsten). Der Blitz stand auf 3,5 von 5, also auf rund 1/3 Power.

Wohlgemerkt: Für sowas braucht es keine ND-Filter und keinen Supersync- oder HSS-Trick. Es reicht schlechtes Wetter, dann ist das Umgebungslicht dunkel genug! 🙂 Wir haben das am Nachmittag, so um die 15:30 aufgenommen, aber wenn man noch ein bisschen wartet, dann ist das auch mit einem einzelnen Speedlight möglich.

Und die Location? Das ist quasi ein Geheimtipp, aber Euch sag ich es natürlich: Das ist der >Nilkheimer Park bei Aschaffenburg! Warum Geheimtipp? Der Park gehört der Stadt, nicht der Stiftung Bayerischer Schlösser und Parks – und damit ist der Zugang auch für Fotografen kostenfrei und entspannt. Außerdem gibt es da einen Pavillon und Sphinxe und eine römische Ausgrabungsstätte und schöne Steinbänke usw. Der Park macht Spaß!

 

 

BROWSER-STRANDGUT

+++ Chris Garrison +++ Joe McNally +++ Sony ++++ Whuz in my Bag +++ Creative Flash Photography +++ Puppet Warp +++ First Kiss +++

 

  • Aaah, my honor and pleasure: Die „Kreative Blitzpraxis“ auf Englisch, bei RockyNook. Es war nicht einfach, die beiden Verlage zusammenzubringen!
    Flash
  • Prima Einführung in Photoshops Puppet Warp, Anschauen lohnt:

  • „First Kiss“ – 20 Fremde küssen sich vor der Kamera zum ersten Mal. Hat was:

 

~gallo~, 04.04.2014

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4 Kommentare

  1. Jan

    Hallo Tilo,
    Leitzahl 56 = 60 Watt pro Sekunde
    Gilt das generell ober nur speziell für deinen Durchsichtschirm?

    viele Grüße
    Jan

    Ach ja, Krolop und Geest haben aktuell einen ganz ähnlichen Beitrag gepostet. 😉

  2. Hallo Jan, eines nach dem anderen … 🙂 also generell kann man Aufstecker und Studioblitze / Portys wirklich ganz schlecht vergleichen. Der Grund ist, dass die Systemblitze intern einen stark bündelnden Reflektor verbaut haben. Du könntest nur sinnvoll vergleichen, wenn Du sie nach „bare“ umbaust: https://www.flickr.com/photos/galllo/12013684645/

    Wenn man unbedingt vergleichen möchte, dann muss man tatsächlich, wie Du andeutest, den Vergleich erstens für jeden Lichtformer machen und zweitens dann als Ergebnis mehrere Werte angeben, um die unterschiedlich gute oder gleichmäßige „Füllung“ rüberzubringen. Hab ich eh mal geplant, ist aber halt etwas mühsam.

    Das soll heißen, dass man mit 2..3 stark gebündelten Systembllitzen (auf bspw 105 mm Telestellung) schon in den Bereich des Portys kommt, aber damit in keiner Weise die Lichtformer so gut füllen kann. Für eine gute Füllung wiederum ziehe ich die Streuscheibe aus, aber das kostet dann in der Mitte relativ viel Licht.

    Soll auch heißen: die Wattsekunden- oder Joule-Angabe für die Energie für einen Systemblitz bekommt man leicht. Kann man messen (am Kondensator), oder googeln. Sie nützt einem nur nicht wirklich viel. 🙂

    VG Tilo

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