HSS =! HIGHSPEED

Hallo zusammen und schön, dass Ihr hier seid! Nach dem letzten Blog-Beitrag zu den Splashes sind ein paar Fragen eingetrudelt zum Thema Highspeed & HSS – unten nun ein Testlauf dazu und die Antworten nebst einiger exemplarischer Lowspeed- und Highspeed-Shots mit Kommentaren. Danach: Browser-Strandgut, viel Spaß!

HSS IST UNGLEICH HIGHSPEED

Ihr dachtet also HSS steht für Highspeed (HSS ist Canon-Slang, die Nikon-Sprache wäre FP-Sync)? Nein, das stimmt nicht, HSS taugt zum Einfrieren schneller Vorgänge nur bedingt. HSS in Verbindung mit einer kurzen Belichtungszeit von vielleicht 1/4.000stel Sekunde – das klingt doch eigentlich flott? Aber was heißt das denn überhaupt beim Schlitzverschluss? Doch nur, dass zwar jeder Sensorpixel nur 1/4.000 belichtet wird, aber keinesfalls, dass der Verschlussvorhang nur 1/4.000 läuft. Er läuft länger, viel länger. Laut >Oliver Wendes aktuellen Messungen (diese kommen demnächst dort in seinem Blog) selbst bei 1/8.000 noch 1/320 Sekunde oder 3,124 Millisekunden.

Klar, sobald die Syncbedingung verletzt wird, geht der Schlitzverschluss in einen Modus, in welchem der Vorhang kaum mehr schneller und stattdessen nur der Schlitz enger wird:

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Ich habe ein wenig gegrübelt, wie man das visualisieren kann und habe dann einfach eine gerade Linie auf ein Ventilatorblatt gemalt, den Ventilator auf volle Leistung gestellt und mit einem Aufsteckblitz auf der Kamera dann fotografiert.

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Erste Aufnahme

1/200 Sekunde Belichtungszeit im dunklen Raum, Aufsteckblitz (430 EX II auf non-HSS) auf 1/64 Leistung. Das bedeutet laut >diesen Messungen, dass der Blitz nur rund 1/10.000 bis 1/15.000 abbrennt. Das friert den Propeller zuverlässig ein, und die Welt ist in Ordnung! 🙂

Zweite Aufnahme

1/4.000 Sekunde Belichtungszeit, Blitz auf HSS. Damit ist diese Belichtung nicht so kurz wie die erste, der Propeller scheint unscharf. Zweitens werden die Sensorzellen nicht gleichzeitig belichtet. Man sieht hier eine Art „Rolling Shutter“-Effekt, und die Linie krümmt sich. 😦

Soll heißen: Für schnelle Vorgänge wie kleine Splashes, Gewehrkugeln oder Kolibriflügel taugt HSS nur bedingt, da funktioniert ein einzelner Blitzimpuls auf kleiner Leistung besser. Bei nicht so kritischen Vorgängen wird man aber den Effekt kaum wahrnehmen. Hierzu nun auch ein paar Beispiele in der Bildergalerie, bei welchen ich jeweils kommentiert habe, wie sie aufgenommen wurden:

Btw.: Die scharfen Versionen sieht man hier in der WordPress-Galerie erst per Click rechts unten bei den Bildern auf: „Bild in Originalgröße anschauen“:

BROWSER-STRANDGUT

+++ Akel Studio +++ Photoshop Composing +++ Spoiled Photos +++ Farben +++ Werber +++ Food +++ DIY-Reflektor +++ Nokia-Smartphone / National Geographics +++ Flash Bender +++ FotoEspresso +++

  • Lehrreich: Akel Studio bespricht eingesendete Bilder:

  • Gute Idee: Portable Lösung für Hochzeitsshooter: entfesselter TTL-Blitz + Yoghurtbecher in Rogue-Flashbender-Mini-Softbox, auf Monopod. Ich würde aber keinen Monopod, sondern ein normales Mini-Lichtstativ von Manfrotto nehmen (zusammengeklappt) – das steht notfalls ausgeklappt auch mal allein:
    http://www.youtube.com/watch?v=k9jxohkoQFM

  • Und last but definitely not least: die neue FotoEspresso ist online, dieses Mal mit einer Glosse Eures Liiiieeeblingsbloggers (S. 32ff.). Schaut mal rein! 🙂
    FotoEspresso 5/2013-DE

~gallo~, 18.10.2013

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Ein Kommentar

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