ONE FLASH COOKIE SPLASH

Hallo zusammen und schön, dass Ihr vorbeischaut! Uuuuund schon wieder gibt es ein „Shooting-Tagebuch“, dieses Mal mit der Jokie2-Lichtschranke und einem Cookie. Und danach: Browser-Strandgut. Viel Spaß!

ONE FLASH COOKIE SPLASH

DIE IDEE

So, erstens lag die neue Jokie-Lichtschranke vor mir zum Test bereit (danke an >Eltima) und zweitens wollte ich einmal was Neues machen in Richtung Splash. Also schon einen Cookie-Splash, aber irgendwie technisch raffinierter. Und da habe ich mich erinnert, dass einige Leser der >Kreativen Blitzpraxis moniert haben, dass man für rund die Hälfte der Szenen im Buch mehr als einen Blitz benötigt.

Also war der Plan, einmal einen schicken Cookie Splash mit nur einem Blitz einzufangen. Dieser sollte sowohl den Splash als auch den (farbigen, gemusterten) Hintergrund als auch die Aufhellung des Splashes von der Gegenseite irgendwie bedienen. Knifflig, aber reizvoll.

Cookie Splash

VORBEREITUNG, SETUP, SHOOTING

Zuerst einmal braucht man ein paar Zutaten: Cookies, Milch, Fotoknete, Regalhalter (als Halter für die Kartonreflektoren), Reflektoren, selbstgeschnittenes Muster-Cookie fürs Laubmuster, bunte Filter (LEE-Musterheft) und eine vorbereitete Jokie-Lichtschranke. Die Jokie-Teile habe ich relativ lieblos per >SUGRU-Knete an ein Stück Alublech geklebt. Man muss dann zwar 24 h warten, aber dann hält die Sache bombenfest.

Den Aufbau habe ich zuerst in Einzelteilen getestet. Zuerst einmal die Jokie (siehe Bildergalerie, der Test mit den Pingpong-Ball), dann das Schattenmuster, dann die Verteilung des Lichts vom Blitz nach hinten und nach vorne, und dann die Aufhellung.

Für die Jokie hat es sich hier bewährt, das Gerät relativ knapp über der Tasse anzubringen, den Delay-Regler auf Null zu drehen und bei der Kamera die Spiegelvorauslösung zu nutzen. So wird es dann richtig schnell! Ersatzweise könnte man auch statt der Kamera den Blitz triggern, müsste dann aber den Raum verdunkeln für die Aufnahme.

Weitere Details zum Setup in der Form von Text-Bubbles gibt es >hier zu sehen.

PHOTOSHOP

Tja, Ihr dachtet, das klappt in einem Schuss? Nein, das gelingt leider nicht. 😦

Wenn der Splash schön hochschwappt, dann ist der Cookie gerade ganz tief unten in der Tasse, aber man möchte ihn doch oben sehen! Und natürlich ist nach dem ersten Splash alles eine einzige Milchpfütze. Was tun?

Man schießt drei Aufnahmen unter dem exakt gleichen Licht: 1. saubere Tasse, 2. Cookie, 3. schicker Splash. Die drei Aufnahmen sind per Schnellauswahlwerkzeug rasch fusioniert. Der einzige wirklich künstliche Teil ist der noch fehlende Schatten auf dem Cookie, für den man sich auch wirklich etwas Zeit nehmen sollte. Der Rest ist Standard – Ihr seht den Ebenenstapel hier im Screenshot:

Screenshot

TRICKS AM RANDE

Die Kartonreflektoren stecken in kleinen, aber schweren Regalbretthaltern aus dem Baumarkt. Zum Testen wird man erst einmal die Tasse leer lassen und dann einen Papierkneuel reinwerfen. Bei der Jokie ist auch die „Durchwerf“-Position zwischen Jokie und Reflexscheibe relevant – man kommt um das (gute) Handbuch nicht drumherum! Zu den Kameraeinstellungen: Vorfokussieren mit eingezoomtem Liveview, Spiegelvorauslösung, Blende nicht zu weit, sonst wirkt der Splash unscharf.

Der Blitz – ein YN-568 im M-Modus – stand auf 1/32 Leistung. Die kleine Leistung macht den Blitz schnell und friert so den Splash knackscharf ein.

Als Wurfobjekt für die Splashes taugt ein Cookie nicht besonders gut, weil er erstens zu flach ist und zweitens zu viele Krümel in der Milch hinterlässt für den nächsten Splash. Bei mir hat sich ein Plastikdöschen mit Zahnseide bestens bewährt.

Und wenn Ihr auch einmal versuchen wollt, eine komplexere Szene mit nur einem Blitz auszuleuchten, dann kommt Euch rasch das Inverse Square Law in die Quere. Der Hintergrund wird zu dunkel, der Vordergrund zu hell usw. Man kann sich über die Abstände behelfen, es gibt aber im LEE-Filtermusterheft (>LEE Swatchbook) auch ND-Folien, mit denen man dann Teile des Blitzes abdunkeln kann. Ich habe dies hier zwar nicht verwendet, könnte mir im Nachhinein aber einen etwas helleren Hintergrund vorstellen, und das würde damit funktionieren. Beim Splash-Shoot saß aber nur ein blauer Gel-Filter aus dem LEE Swatchbook über einer Hälfte des Blitzes.

BROWSER-STRANDGUT

+++ Kuler +++ preiswerte Kameras +++ The Slanted Lens +++ Shot by Scott +++ Photoshop-Tricks +++

  • Ihr wollt einmal eine Landschafts- oder Architekturaufnahme so richtig glutamatmäßig aufpeppen? Hier wird das erklärt:

  • Ihr wollt Bilder auf Facebook hochladen und sie sollen auch dort scharf und schick aussehen? Alex Heinrichs zeigt, wie es geht:

~gallo~, 10.10.2013

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3 Kommentare

  1. Moin moin Tilo,

    und danke für den Beitrag mit Erläuterung! Das schicke Foto macht Lust auf mehr davon.
    Da ich etwas ähnliches machen möchte habe ich gerade wieder einen kleinen Motivationsschub bekommen 🙂 . Daher auch meine Frage: Du schreibst, dass ein Cookie als Wurfobjekt nicht besonders gut taugt: was ist denn die kleinste Größe, mit der so eine Jokie-Lichtschranke noch zuverlässig ausgelöst wird? Funktioniert das auch noch mit Gegenständen deutlich unter 10 mm Durchmesser / Kantenlänge?

  2. Hi Dieter,
    das ist kein Problem, die Jokie kann auch bei Tropfen oder Mücken auslösen, es gibt verschiedene Freiheitsgrade, um den Sensor empfindlicher oder weniger empfindlich zu machen. Steht alle in der Anleitung — bei Eltima als PDF verfügbar! VG Tilo

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