NEWS: Felix Rachor; MP-E 65; Angus Clyne

Die Felix-Fashion-Formel

GM-Fototage: Workshop bei Felix Rachor

Am 10.11.2012 fanden in Frankfurt mitten im Rotlichtmilieu bei GM-Foto die „Fototage“ statt, und der hochkarätige Gastredner und Workshopleiter war >Felix Rachor. Es hat Spaß gemacht, und ich hab einiges mitnehmen können. Weniger über Fotografie, Technik oder Licht, mehr über Ästhetik und Felix‘ Erfolgsrezept. Hier nun die drei Stunden zusammengefasst auf die Felix-Fashion-Formel (von mir ein bisschen überspitzt):

Tolles Profi-Agentur-Model
+             ein geprägter* Blick
+             Highfashion-Outfit

+             Profi Visa- und Haarjob
+             Top-Vorbereitung (Ideenfindung, Location, Moodboard**, Projektplan …)
+             irgendein Licht (laut Felix kann es auch eine Kerze sein)
+             irgendeine Kamera (Felix kokettiert, er verwendet eine Phase One)
+             am Set so viel wie möglich ausprobieren, bis das Ergebnis perfekt ist
+             perfekte Erfolgskontrolle am Set per Tethered Shooting ins Notebook
+             perfekte Nachbearbeitung
=             Tolles Fashion-Foto

* Der geprägte Blick macht Sinn: Felix‘ Beispiel dazu: man nehme zwei 18-jährige Jungs, die bisher noch nichts mit Fashion und Fotografie zu tun hatten, aber das lernen wollen. Der eine darf ein Jahr lang nur in der Model-Kartei surfen (nirgendwo anders), der andere assistiert ein Jahr lang Karl Lagerfeld. Nach diesem Jahr müssen beide ein Portfolio fertig haben. Wessen Mappe wird wohl besser sein? Wenn Ihr also Eure visuelle Welt einschränkt auf >VOGUE und >TUSH und >HUNGER (s. unten), dann stehen die Chancen gut, dass Ihr auch (unbewusst) in diesem angesagten Stil arbeiten werdet.

** Moodboards: Bildersammlungen um die Stimmung fürs Shooting klarzumachen. Besser aber keine fertigen Fotos mit Models, wenn dann nur Ausschnitte. Die Stimmung setzt sich zusammen aus der Farbpalette, der Kleidung, den Materialien, der Location, dem Wetter usw usf. So könnte ein Moodboard für ein Herbstshooting Bilder von der Location, von Laub, Leder, Holz und tiefstehender Sonne enthalten.

Beispiele für Mood Boards:

Interessante Idee übrigens: Felix schreibt neben den Moodboards und Projektplänen auch kleine Skripte, Umfang rund 1/2 Seite, auf denen er ein Profil für die Models erstellt. Im Sinne von (meine Interpretation): „Du bist 20, adeliges Mädchen aus einer britischen hochangesehenen Familie, zu Besuch in Frankfurt und gehst shoppen. Vor zwei Wochen hat Dich Dein Freund  verlassen, und Du bist melancholisch, aber auch zu neuen Flirts bereit. Du bist sehr selbstbewusst, fast arrogant, kannst aber kein deutsch.“ usw. usf.

Und hier nun ein paar Making-ofs vom Workshop und ein Ergebnis samt Entstehung:

TRAUMLINSEN, PART VI
DIESE WOCHE: Canon MP-E 65

Ja, sorry, ich hätte ja gerne mal wieder was von Nikon oder Zeiss vorgestellt, aber eine solche Makro-Linse gibt es nur von Canon. Die Canon MP-E 65 ermöglicht Vergrößerungsmaßstäbe bis Faktor 5, und das ist schon ein Wort. Da können die anderen Makrolinsen nur mit zusätzlichen Zwischenringen gleichziehen. Was mit der Linse möglich ist, das seht Ihr hier:

HOW HE SHOT IT!

Angus Clyne schießt traumhafte Landschaftsaufnahmen! Die Fotos bestechen unter anderem auch durch den gekonnten Umgang mit ND-, ND-Grad-, Pol- und Farbfiltern (Stichwort auch: >The Big Stopper):

Die Firma LEE hat auf der Website zum Thema >Filter in der Fotografie ein paar interessante Beispiele und Docs zusammengestellt. Prädikat lesenswert.

BROWSER-STRANDGUT

+++ Blog auf englisch +++ Rankin +++ McCordalls und Lastolites Tutorials und Workshops +++ GoSee +++

~gallo~ 11/2012

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