Foto-Workshop mit dem Fotoclub Groß-Umstadt

Ihr Lieben. 18 Teilnehmer, 120 kg Getränke, Essen, Technik, Geschirr, Brettchen, mehrere Setups, gutes Wetter und gute Laune! Gestern war ich zu Gast beim Foodfoto-Workshop des Fotoclub Groß-Umstadt, im alten Rathaus in Klein-Umstadt. Seht hier, was wir alles gezaubert haben.


Der Workshop

Im Vorfeld haben wir bereits am Mittwoch abend am Notebook+Beamer ein wenig Theorie besprochen. Da ging es um die Lichtsetzung, die Farbgebung, die Gestaltung und um die Kameratechnik. Ihr findet die Inhalte auch hier im Blog, im Menü unter dem Reiter „Food-Fotografie“.

Sekt mit Holundersirup, einmal hier im diffusen Licht, unten im gerichteten Licht.

Am Samstag kam dann bei bestem Wetter auch die Praxis nicht zu kurz. Die Teilnehmer haben an den Fenstern acht Aufnahmeplätze aufgebaut, die von Kaffee über Käsespieße für die Fußballspiele, über Holundersirup und grüner Sauce bis hin zu abstrakten Motiven reichten. Man kann wohl sagen, dass für jede und jeden etwas dabei war.


Der LED-Strahler

Ich habe noch einen starken Sirui-LED-Strahler C3000X II für ein paar Durchlichtfotos mitgebracht und einen kleinen „Lichttisch“ gebastelt. Im Schnelldurchlauf: Strahler (auf 25% gedimmt) auf den Boden, kleiner Diffusor drauf, Plexiglasplatte drauf, zwei Bücher als Abstandshalter, darauf die zweite Plexiglasplatte. Unten in der Galerie seht Ihr die Konstruktion. Die Abstandshalter sind notwendig, um die Gewebestruktur des Diffusors in der Unschärfe verschwinden zu lassen.

Warnhinweise: der Strahler liegt bei dem Aufbau auf seinen Kühlschlitzen und wird schon recht heiß. Irgendwann spricht die Thermosicherung an. Bleibt also dabei und legt im Idealfall noch ein Gitter oder etwas ähnliches drunter. Und schaut nicht direkt in das Licht. Die LED ist so hell, dass Ihr Euch die Augen verblitzt.

Der Strahler hat eine gute Figur gemacht, aber man muss ein wenig auf Banding-Effekte aufpassen. Das Makrofoto von der Zitrone hat eine Teilnehmerin mit einer Kamera mit rein mechanischen Shutter aufgenommen. Bei 1/4.000 Sekunde haben sich Streifen gezeigt, die durch die gepulsten LEDs zu Stande kommen.

Die Banding-Effekte kennt man aktuell von den langsamen, elektronischen Verschlüssen – den „Silent Shutters“. Sie treten aber auch bei mechanischen Verschlüssen auf.

Die einfache Abhilfe ist, länger zu belichten. Bei 1/500 Sekunde war der Effekt nicht mehr zu sehen. Alternativ könnte man den LED-Strahler auch auf 100% stellen, weil er dann nicht mehr PWM-gepulst betrieben wird. Dann wird er aber schon sehr heiß.


Die Galerie

In der Galerie seht Ihr ein paar Ergebnisse vom Workshop. Alle Motive stammen von den Teilnehmern.


Browser-Strandgut

Martin Krolop testet den Sirui-LED-Strahler:


Markus erklärt, wie man den LED-Strahler auch mit Akkus versorgen kann:


–– http://www.fotopraxis.net , Mitte Juni 2026, Tilo ~gallo~ Gockel

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