Rustikales Holzbrett selbstgemacht

Ihr Lieben, Ihr schielt nach schicken, rustikalen Requisiten für Eure Food-Fotografie? Und die Schneidbretter bei Etsy und Co. sind Euch zu teuer? Dann findet Ihr hier ein Projekt das Euch gerade mal 6,10 Euro an Invest kostet!

So sieht das selbstgemachte Schneidbrett nach dem Altern dann aus (das Logo ist gelasert).

Leimholzplatte Naturwuchs

Es stimmt, die „Leimholzplatte Kiefer Naturwuchs“ in der Größe 800 x 300 x 18 mm kostet im Bauhaus gerade mal 6,10 Euro. Ein Klick aufs Bild öffnet Euch die Bauhaus-Homepage.

Daraus könnt Ihr bereits eines oder sogar mehrere Schneidbretter zaubern.


Die Skizze

Ich habe dann mehrere Skizzen gemacht, bis mir die die Form gefallen hat. Nach dem Skizzieren geht es dann ans Anzeichnen auf dem Holz, dann kommt das Aussägen, bei mir mit der Stichsäge und das Glattschmirgeln. Das ist alles gut in einer halben oder dreiviertel Stunde machbar.


Stahlbürste, Hammer und Steine für die Gebrauchsspuren

Danach habe ich das Brett ein wenig mit der Stahlbürste (entlang der Faser) und diversen Werkzeugen für die Gebrauchsspuren traktiert.

1: In Essigessenz aufgelöstes Metall,
2: starker Espresso,
3: beide Flüssigkeiten zusammen.

Das Beizen

Derweil habe ich mir in einem Marmeladenglas eine „Beize“ aus 25%-Essigessenz und ein paar Schrauben und Stahlwolle angesetzt. Vorsicht hier, der Mix kann heiß werden, sogar kochen, macht das also lieber auf dem Balkon und zieht eine Schutzbrille auf. Am nächsten Tag habe ich dann einen extra starken, doppelten Expresso aus der Maschine gelassen und einen ersten Beiztest durchgeführt. Links seht Ihr die Wirkung der Essigessenz, rechts den Kaffee, in der Mitte der Mix aus beiden.

Interessant ist dabei, wie stark das gebeizte Holz nachdunkelt. Man sieht die Wirkung tatsächlich erst nach ein paar Stunden oder nach einem Tag.

Das Logo

Als besonderen Pfiff hat mir ein lieber Kollege dann noch das Soulfoodie-Logo ins Holz gelasert. Die Anleitung für so etwas im Schnelldurchlauf: in Photoshop das Logo entwerfen, als JPEG speichern, nach Illustrator laden, dort bspw. per > Objekt > Bildnachzeichner vektorisieren, dann als DXF oder DWG exportieren.

In der Galerie seht Ihr alle Schritte als Daumenkino. Viel Spaß mit dem kleinen Projekt!


–– http://www.fotopraxis.net , Tilo ~gallo~ Gockel, Ende Februar 2026

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