Ihr Lieben, heute einmal ein Vergleich zweier Standardzooms. Auf der einen Seite im Ring der alteingesessene Klassiker, das Canon 24-70 2.8L in der Version II, auf der anderen Seite das Sigma, auch in Version II. Enjoy!

24-70er Zoom – das beste Immerdrauf
Was haltet Ihr eigentlich von 24-70er-Zooms? Ihr findet sie langweilig und schielt nach Festbrennweiten oder nach längeren Linsen? Langsam. Ich mache alle Fotoreportagen und auch fast alle Food-Fotos mit einem 24-70. Wenn man ein gutes Zoom verwendet, hat man nicht nur ein Weitwinkel und ein kurzes Tele, sondern auch ein schönes Bokeh, scharfe Bilder und viel Flexibilität.

Jahrelang hab ich mein trusty Canon verwendet. Es liefert knackige Schärfe, einen guten Kontrast und ein ungewöhnlich schönes Bokeh. Dass es immer noch neu käuflich ist, zeigt die Qualität des Glases. Aber es ist auch langsam und zeigt an der Sony A7 keine Schärfentiefevorschau. Langsam muss einmal was Neues her. Ich habe alle getestet, die für die A7 in Frage kommen und bin beim Sigma (zweite Generation) hängen geblieben.
Details zur Sigma-Version
Schon in der Tabelle seht Ihr, dass das Sigma bei den Kennwerten die Nase vorne hat – und das bei weniger Gewicht und günstigerem Preis. Da es keine Adaption via MC-11 braucht, sondern das E-Mount-Bajonett nativ mitbringt, fokussiert es auch noch ein gutes Stück schneller und auch zuverlässiger.
| Technische Daten | Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM | Sigma 24-70 1:2.8 DG DN II Art |
| Bajonett | Sony E-Mount,.das Canon EF ist via Sigma MC-11 an der Sony A7 angeschlossen | Sony E-Mount |
| Lichtstärke | 1:2,8 | 1:2,8 |
| Optikdesign | 18 Elemente in 13 Gruppen inkl. ED und asphärische Linsen | 19 Elemente in 15 Gruppen (6 FLD, 2 SLD, 5 asphärische Linsen) |
| Blende, Blendenbereich | zirkuläre Blende mit 9 Lamellen 2,8 bis 22 | zirkuläre Blende mit 11 Lamellen 2,8 bis 22 |
| Blendeneeinstellung | rastend | wahlweise rastend oder nicht rastend („click-less“) |
| Filtergewinde | 82 mm | 82 mm |
| Minimale Objektdistanz Maximaler Abbildungsmaßstab | 38 cm 1:4,8 | 18–38 cm, je nach Brennweiteneinstellung 1:2,9 – 1:4,5 |
| Besonderheiten | An der Sony funktioniert die Schärfentiefevorschau beim Abblenden nur bedingt: man erhält zwar eine Belichtungsvorschau, aber keine Schärfentiefevorschau (lösbar über Funktion „Shot. Result Preview“, auf Custom Key legen ). | Gute Eignung für Video aufgrund des auf nichtrastend umstellbaren Blendenrings. Zwei frei belegbare Tasten am Objektiv. |
| Größe | Durchmesser 89,0 mm Länge 113,0 mm | Durchmesser 87,8 mm Länge 124,9 mm |
| Gewicht | 805 g + 125 g = 930 g (Sigma MC-11) | 830 g |
| Listenpreis | 1.949,00 € Das Objektiv wurde 2012 eingeführt, aber man kann es noch immer neu bei Canon kaufen. | 1.199,00 € |
Der Vergleich in der Praxis
Was die Tabelle nicht vergleichen kann, sind Schärfe und Bokeh. Ich habe dazu beide auf Offenblende und auf 70 mm einander gegenübergestellt. Der Grund ist, dass ich mein 24-70 fast immer offenblendig nutze und dass mir Schärfe und Bokeh vor allem am langen Ende wichtig sind – für Details, Closeups, „Freisteller“ und auch mal für Porträts.






Und für Pixel-Peeper gibt es hier noch Vergleichsbild Eins, Zwei und Drei in voller Auflösung, enjoy!
Fazit
Das Sigma macht durchweg eine sehr gute Figur und wird wohl zukünftig meinen Linsenpark erweitern. Das Canon gebe ich dennoch nicht her. Es ist mir einfach ans Herz gewachsen. 🙂
Browser-Strandgut
Produktvorstellung von Sigma Deutschland
Zac Sopak: Test des Sigma 24-70 II
The Bite Shot and Skylar Burt: Critizing Your Food Photos
–– http://www.fotopraxis.net , Tilo ~Gallo~ Gockel, Ende November 2025
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