NEWS! SHOOTING-TAGEBUCH

Hallo zusammen und schön, dass Ihr da seid! Habt Ihr Lust, mich einmal auf einem Shooting zu begleiten? Von Anfang, bis Ende? Vom Packen der Ausrüstung bis zum Verschicken der fertigen Bilder?

Ich lese so etwas immer gerne, also interessiert es Euch vielleicht auch … Unten kommt mein „Tagebuch“ vom letzten Shooting mit Lea, Mimi und Ray und dann wie immer Browser-Strandgut. Viel Vergnügen!

TAGEBUCH ZUM FRANKFURT-SHOOT

Mittwoch abend: Vorbereitung | Zur Technik: Wir planen ein Shooting mit der Supersync-Technik, sprich mit Blitzeinsatz und mit Offenblende trotz heller Sonne. Das geht sehr gut mit dem >Jinbei-Porty, aber die etwas exotische Triggerung will erst einmal getestet sein! Ich teste, fluche, teste, fluche und verwerfe dann die gerade angesagte >YN-622-Lösung (die bei mir manchmal geht und manchmal nicht – binär quasi) und baue zwei eher klassische Trigger-Setups für Ray und für mich wie unten gezeigt auf (Details zu Supersync und zum verwendeten Synctrick gibt es >hier). Hier exemplarisch an einer 500D:

supersync
Endlich funktioniert alles prima und ohne Aussetzer. Zur weiteren Planung tippe ich nun flott eine Liste runter, was noch zu tun ist. Hierauf finden sich: Namen der Mädels, Kontakt-Telefonnummern, Packliste für die Foto- und Blitzausrüstung, Wetterlage, Zeit des Sonnenuntergangs und navifähige Anfahrtsbeschreibung zum Treffpunkt. Dann steht nur noch das Übliche an: Akkus laden, Linsen putzen, Auto packen!

Zur Location: Nach einigem Hin- und Her fällt die Wahl auf den Vorplatz des >Colosseo-Gebäudes, eine Location, die ich schon länger im Auge habe, weil sich dort ein toller Springbrunnen und eine lange Glasfassade findet und weil man in der Ferne sogar die Skyline von Mainhattan sieht. Toiletten, Imbiss um die Ecke, Alternative bei Regen (unter der Flößerbrücke) … das alles ist dort vorhanden. Topp!

stadtplan

Freitag 17:50: On-Location | Wider Erwarten können wir alle gut um die Ecke beim Colloseo parken und sind kurz darauf zu viert (Lea, Mimi, Ray und ich) ruckzuck vor Ort eingerichtet. Die Mädels machen sich schick, und Ray und ich bauen das Licht auf. Dann beginnen wir mit ein paar Schüssen vor dem Springbrunnen.

Lea

5DMk II, 85 f/1.8 auf f/2.5, ISO 50, 1/1250 Sekunde, Porty mit Schirm von rechts auf rund halber Leistung

Freitag 19:30: Das zweite Outfit | So langsam senkt sich die Sonne und das Licht wird immer spannender. Das Foto von Mimi im zweiten, roten Outfit entsteht vor der Glasfront des Restaurants. Die Sonne hinter den Models erzeugt ein schönes Kantenlicht und der Jinbei-Porty mit weißem Schirm hellt von vorne auf. Der Porty steht auf 3,6 von maximal 5, und damit auf knapp halber Leistung (jede Stufe halbiert die Leistung).

Setup-Shot

Fotos vor der Glasfront: 5DMk II mit 85 f/1.8 auf f/2.5, ISO 100, 1/1,600 Sekunde:

Freitag 21:00: Shooting-Ende und Pizza | So langsam wird es dunkel, wir haben genug im Kasten und alle haben Hunger. Wir gehen noch zum Italiener schmausen und regeln dort auch das >Vertragliche, so viel Zeit muss sein. Dann geht es um 23:00 Uhr für mich wieder Richtung Aschaffenburg nach Hause.

Samstag 14:00: Bildbearbeitung | Nun beginnt die Nacharbeit am PC: Zuerst einmal ziehe ich alle Fotos komplett rüber und sichte sie mit einem schnellen Bildbetrachter (>Irfanview). Parallel notiere ich die gelungenen Schüsse auf einem Schmierzettel. Das Foto mit Mimi kommt zuerst dran.

Hier seht Ihr das noch unbearbeitete Foto:

Kimi roh

Jetzt geht es weiter:

  • Öffnen in Adobe Camera Raw
  • Einstellen der Belichtung, Anpassung der Lichter und des Schwarzwertes
  • Weiter in Photoshop (CS6): Neuer Zuschnitt, und Anstitchen der fehlenden Bereiche (tricky: in der Flucht: per Filter > Fluchtpunkt)
  • Grundretusche, Hautretusche, Mikrokontrast, Dodge & Burn, Vignette, Logo-Schriftzug

Screenshot Photoshop

Der Ablauf ist denke ich ein gängiges Prozedere, allerdings mit zwei, drei nicht ganz so bekannten Tricks. Ihr findet die komplette Photoshop-Datei für die nächsten zwei Wochen >HIER zum Download. Die Auflösung ist reduziert, um den Download ein bisschen flotter zu gestalten. Hier nun das Ergebnis (2x Mausklick vergrößert):

Mimi-Final

Samstag 18:00: Bilderversand | So, mittlerweile habe ich einige Bilder bearbeitet und den Models ein >Dropbox-Verzeichnis eingerichtet. Die Bilder liegen dort in verschiedenen Auflösungen, und sind damit jeweils optimiert für den Druck oder fürs Web (Model-Kartei oder Facebook). Nun fehlt nur noch die Mail an beide Models mit den Dropbox-Link und ein paar netten Worten, dann lade ich selbst auch noch zwei Bilder bei Facebook hoch, dann ist das Shooting abgeschlossen. 🙂

Und hier folgt nun noch eine Bilderauswahl vom Shooting, vom Nachmittag bis zum Einbruch der Dunkelheit. Viel Vergnügen:

BROWSER-STRANDGUT

+++ Shortlight +++ Sternchen +++ Photoshop +++

  • Erfrischend: Stars vor und nach Photoshop. Also manche fand ich vorher besser … so die ganz tolle Retusche ist es nicht immer, aber interessant und unterhaltsam ist es auf jeden Fall:
    http://imgur.com/a/zRmEM

~gallo~, 19.06.2013

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7 Kommentare

  1. Ich lesen deine Blog ja schon des öfteren. Ich vermute ich bin immer der erste. Späßle. Aber irgendwie habe ich es wohl bisher immer überlesen das du mit den Jinebi-Porty arbeitest. Komisch. Ich bin auch am Überlegen mir so ein Teil zu holen. Eventuell den DC-600. Wäre toll wenn du dazu mal ein Review schreiben könntest. Oder nur erfahrungen.

    Mach weiter so.

    Liebe Grüße, Phil

    http://www.philippmikuletz.de

  2. Hi Phil,
    merci fürs Lob, ja, könnt ich mal machen, danke für den Tipp!

    Das Dingens wurde allerdings auch schon von Martin Krolop vorgestellt und getestet …

    http://www.krolop-gerst.com/blog/technical-tutorial/technical-26-jinbei-flii-500-vs-ranger-quadra/lang/de/

    Ich bin sehr zufrieden bisher, paar Eckdaten / Erfahrungen noch:
    – supersync geht auch auf halber oder so 3/5 Leistung — supersync geht eh mit dem Gerät **perfekt**
    – ich habe natürlich neue, größere Gels gebraucht, gibts bei Musikhaus thomman
    – an Lichtformern betreibe ich die JinbeiOctabox, den mitgelieferten Reflektor nackig und auch einen Telereflektor
    – die LIchtformer mit Bowens (= Walimex VC)-Bajonett sollten passen
    – eine Akkuladung sollte so für 250..350 Schüsse gut sein
    – Ersatzakku ist hilfreich, kost so 120 Euro bei fotomorgen

    viele Grüße
    Tilo

  3. Michael

    Habe auch den jinbei Porty seit kurzem. Leistung ist auch gegen die Sonne ausreichend. Akkuladung nach 500 Schüssen auf Stufe 3 auf halb. Zweitakku ist empfehlenswert da die Ladung über 5 Stunden dauert. Supersync mit Pixelking Triggern auf allen Leistunggsufen möglich (an Nikon D700) bis 1/8000. Nutze hauptsächlich das 50er Beauty Dish mit Diffusor. Gibt ein geniales knackiges Licht für Fashion-Fotos.

    Mein Fazit: Sehr zu empfehlen

    VG
    Michael

  4. Hi Michael, danke fürs Feedback, ja, die Jinbei-Porties sind schon sehr cool!! Ich steh auch auf das Licht vom BD, aber der schluckt so viel Licht 😦 nach meiner Erfahrung so 2,5-3 Blenden, daher haben wir den Porty jetzt mal nur nackig oder mit ws Schirm eingesetzt (Schirm würde ich schätzen: 1..1,5 Blenden Lichtverlust, m.E. der effektivste Lichtformer) … schöne Grüße
    Tilo

  5. Tilo

    Hallo Tilo,
    tolle Ergebnisse… da kann man es mal wieder sehen: präzise Vorbereitung, eine wohl ausgesuchte Location, bewußter Umgang mit dem Licht und gekonnter Einsatz von Photoshop. Genau so geht es… und was dabei herauskomt? Feini, feini, feini!!!
    Danke für das Making-Of, vor allem mit time-line (was nicht selbstverständlich ist). Es ist immer höchst lehrreich, die professionelle Herangehensweise sozusagen „hautnah“ mitzubekommen.

    Gruß Tilo

    PS.: He, he, he… das Vorher-Nachher gefällt mir ausgezeichnet.

  6. Tilo

    Hi Tilo, vielen Dank fürs Lob! 🙂 ganz so kontrolliert ist es dann halt oft doch nicht beim shooten… da braucht es schon oft auch viel Gaffer Tape usw :-)) viele Grüße Tilo

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