Hallo Ihr Lieben. Letztens hatte ich die Möglichkeit, einmal mit einer 1,0er Linse zu fotografieren. Hier erzähle ich Euch, wie mein Eindruck war, und zeige Euch einige Fotos. Viel Spaß mit dem Test!

Die technischen Details zum Glas
Das Voigtländer Nokton 50 mm F/1.0 ist komplett aus Metall gefertigt und zeichnet sich durch einen besonders langen Fokusweg aus. Die Blende besteht aus zwölf Lamellen und realisiert so auch abgeblendet nahezu runde Zerstreuungskreise. Das Objektiv überträgt elektrisch die Blendeninformation zur Kamera, wodurch die EXIF-Informationen wie üblich abgelegt werden können.
In der Tabelle seht Ihr die weiteren technischen Eigenschaften gelistet:
| Voigtländer 50 f/1.0 NOKTON für Sony E-Mount |
| 9 Linsen in 7 Gruppen; 1 asphärische Linse |
| Blendeneinstellung umschaltbar von rastend auf nichtrastend |
| Gegenlichtblende im Lieferumfang |
| Kein AF, aber manuell sehr gut fokussierbar |
| 12 Blendenlamellen |
| 48 Grad Bildwinkel |
| 67 mm Filterdurchmesser |
| 0,45 m Nahgrenze |
| 12 Blendenlamellen |
| 590 g |
| 1799,00 € UVP |
Die Tricks
Allermeistens habe ich das Nokton offenblendig verwendet. Im Freien unter Sonnenlicht funktioniert das dann nur mit einem Neutraldichtefilter (bei mir –4 EV), weil sonst auch bei 1/8.000 Sekunde zuviel Licht einfällt. Solch ein Filter ermöglicht dann auch solche Verwischer wie in der Grand Central Station.
Fokussiert habe ich per Focus Peaking und mit dann erst hinzugenommenem Einzoomen (Ausschnittsvergrößerung). Diese Lupenfunktion funktioniert auch automatisch und zoomt dann am aktuellen Fokuspunkt beim Antippen des Auslösers von selbst, aber das nervt in meinen Augen doch schnell. Den Fokuspunkt habe ich entweder zentrisch belassen oder bewusst aufs Motiv verschoben. Den Shutter habe ich auf Silent Shutter umgestellt, um besonders unauffällig unterwegs zu sein.
Und bei besonders weiten Motiven wie bei der Streetart-Mauer in Brooklyn habe ich schlicht Panoramen aus der Hand aufgenommen.
Mein Resümee
Der Umgang mit dem Nokton hat richtig Spaß gemacht. Die Linse „entschleunigt“ enorm, was dazu führt, dass man sich mehr Gedanken ums Motiv macht. Meist wird man so ein Objektiv wohl offenblendig betreiben, sonst könnte man ja auch ein 1,8 hernehmen. Ob dann aber die Kombination aus relativ kurzer Brennweite, Offenblende 1,0 und manuellem Fokus wirklich sinnvoll ist, muss jeder für sich entscheiden.
In der Summe fühlt sich das Nokton jedenfalls einfach gut an. Als ich danach wieder auf mein GMaster 50 1,2 zurückgegangen bin, habe ich zwar den AF sehr genossen, nicht aber den etwas billigen Plastikcharakter des Sonys. Mindestens für Filmer kann ich das Nokton uneingeschränkt empfehlen, denn fürs Filmen kann man die Blende auf rastenlose Einstellung umstellen und das manuelle Fokusziehen funktioniert sowiewo perfekt.
In der Galerie seht Ihr ein paar Eindrücke mit dem Glas, viel Spaß damit!













–– http://www.fotopraxis.net , 25.06.2024

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