7. Workshop: Wassertropfen

Eine schöne Beschäftigung für einen Sonntag nachmittag ist das Fotografieren von Wassertropfen!

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Abbildung 1: Wassertropfen, mit Blitzlicht eingefroren.

 

Und wie macht man das? In manchen Anleitungen (s. Quellen) wird eine Plastiktüte über eine Schale gehängt und ein Loch mit einer Nadel reingestochen. Es ist aber natürlich auch möglich, ein Waschbecken zu verwenden. In Abbildung 2 ist der Aufbau gezeigt: Das Waschbecken ist mit schwarzem Stoff ausgelegt. Auf dem schwarzen Stoff steht eine kitschige alte Murano Glasschale, die für ein schönes buntes Funkeln von unten mit einer Taschenlampe beleuchtet wird. Das Wasser tropft nun vom Wasserhahn über eine kleine Verlängerungsschnute in die Schale und – mit ein bisschen Glück – wird der Tropfen von der Kamera eingefangen. Die Kamera ist auf ein Stativ montiert und wird über einen Kabelfernauslöser bedient.

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Abbildung 2: Setup: Canon EOS 500D auf Stativ (ausgelöst via Kabelfernauslöser), Standard-Kit-Objektiv 18-55 auf Tele  (f=55 mm), Vorsatzlinse für das Filtergewinde von B+W (vier Dioptrien), Yongnuo Blitz mit Diffusor, Yongnuo RF Trigger, Taschenlampe im Becken. Ansonsten: tv = 1/100, ISO 200 (für kürzere Nachladezeiten), Blende Av = f/9.0, Blitz auf ca. 3/4 der Leistung.

 

Das Experiment benötigt rund 30 Minuten für den Aufbau, rund 30 Minuten für die Versuche und danach nochmals eine Stunde, um die Ergebnisse zu sichten und die 500 Bilder ohne Tropfen zu löschen.

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Abbildung 3: Tropfenvariationen.

 

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Abbildung 4: Tropfenvariationen.

 

Was noch zu sagen bleibt: Die Kamera sollte auf jeden Fall manuell auf den Tropfenauftreffpunkt fokussiert werden. Hierfür merkt man sich den Punkt und hält dort einen Bleistift o.ä. ins Bild. Für einen perfekten Fokus kann dann der eingezoomte Liveview-Modus hilfreich sein. Desweiteren sollte man das Histogramm im Auge behalten, um Über- und Untersteuerung zu vermeiden. 

Quellen:

  1. http://digital-photography-school.com/forum/how-i-took/57788-splash-color.html
  2. http://www.slrphotographyguide.com/macro/waterdrop.shtml
  3. http://yanikphotoschool.com/tutorials/introduction-to-macro-photography-part-2/
  4. http://digital-photography-school.com/forum/how-i-took/70724-simple-water-drops.html

5 Kommentare

  1. Hallo Tilo, prima Beschreibung über die Tropfenfotografie dieser Ausführung. Ich kann nur bestätigen das dies nicht einfach ist, und wenn einen die Tropfensucht erwischt hat, wird sich der eine oder andere ganz schnell einen Trigger (Microcontroller) zulegen. Aber dann geht es erst richtig los, und wer dazu keine Geduld hat, und sich nicht damit auseinandersetzt, der sollte damit nicht anfangen und bei Deiner beschriebenen Version bleiben.
    Ich selbst hatte vor einem Jahr angefangen zuerst wie Du über einen Waschbecken, dann mit einem Infusionsbesteck und nachdem mich die Tropfensucht gefangen hatte, legte ich mir einen Trigger zu. Das ist aber nicht alles, denn angefangen von einer großen Wanne (1000x500x10mm), Blitze, Aufbau, Medium usw., ist dies ein enormer Aufwand der schnell ein paar hundert Euro verschlingt. Das schwierigste ist dann aber die Berechnung der Tropfenmenge, Anzahl der Tropfen und Fallhöhe, denn dies ist entscheidet ob man einen Schirm oder Säule zusammenbringt, und vor allem das die Kamera über den richtigen Zeitpunkt vom Trigger ausgelöst wird.
    In dieser Zeit hab ich ca. 30.000 Fotos geschossen, wo ich ca. nur 10% davon verwenden konnte, und diese müssen ja auch noch bearbeitet werden, da auf den Fotos Spritzer vom Medium sichtbar sind. Rundum ein langwieriger Prozess mit der Tropfenfotografie, die eine Menge Zeit in Anspruch nimmt vom Aufbau bis zur Fotografie und letztendlich der Bildbearbeitung.

    Beste Grüße
    Jürgen

  2. Endzweig

    Super schöne Bilder. Gerne würde ich eines der querformatigen für einen Fotowand Hintergrund für einen privaten Zweck nutzen. Ist das möglich?

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