5. Workshop: Halloween

Wussten Sie, woher der Name „Halloween“ stammt? Ich wusste es nicht, aber Wikipedia: All Hallows‘ Even(ing) — der Vorabend vor Allerheiligen!

Halloween steht vor der Tür, und das ist doch eine schöne Gelegenheit, einen passenden, gruseligen Foto-Workshop dazu zu überlegen. Mir schwebt etwas vor in Richtung dieser wirklich nervenzerrüttenden und eigentlich viel zu brutalen Filme wie „Saw“ und „Hostel“. So eine Szene, in der das arme geplagte Opfer gerade noch den Folterknechten entkommt, aber aufgrund der vielen Verletzungen im Gesicht und an den Händen (amputierte Finger?) eine eindrucksvolle Blutspur hinterlässt. Idealerweise auf den weißen Fließen, die es aber leider in meiner Wohnung nicht gibt. Deshalb ohne Fließen.

Der Plan war schnell gefasst: Etwas Schoko-Dessertsauce aus dem Supermarkt, eindrucksvoll per eingetauchten Fingern auf reinweiße Teller gespritzt, mit Blitzlicht von der Seite (für schöne Reflexionen) fotografiert und im Photoshop von schokobraun auf blutrot getrimmt.

Das hat aber so leider nicht funktioniert! Die Schokosauce fließt zu schnell und zu dünn und hinterlässt deswegen nur breite Bäche statt blutiger Spritzer. Abhilfe schafft es, die Sauce und auch die Teller kurz ins Gefrierfach zu legen und dann sehr schnell zu arbeiten (das Foto-Setup muss also bereits gut vorbereitet sein). Dann schnell die Teller abgespült, abgetrocknet und fürs nächste Bild wieder fünf Minuten ins Gefrierfach. Das hat für das aus Nase und Stirn rinnende Blut gut funktioniert, nicht aber für die blutigen Handabdrücke. Die warme Hand verschmiert die Schokosauce auf dem zu glatten Teller leider zu sehr. Also wurden für die Fotos zumindest für den blutigen linken Handabdruck die schokobraune Hand nicht auf dem Teller abgerollt, sondern auf weißem Kopierpapier. Der Lohn sind viel schönere Konturen (der rechten Hand fehlen bereits einige Finger, sie ist deswegen etwas klecksiger …). Die endgültige Montage der Nasenblutkleckser plus der Handabdrücke erfolgte in Photoshop:

  • Per Tonwertkorrektur (Strg-L) und Weißpipette kann man die Klekse schön freistellen.
  • Die gewünschte Bereiche kann man nun bspw. per Hand grob mit dem Polygonlasso auswählen und kopieren und dann alles in einem neuen Bild anschaulich und gruselig zusammenfügen.
  • In diesem neuen Bild muss man nur noch die Farbe auf blutrot trimmen (Bild/ Korrekturen / Farbton und Sättigung / [x] Färben, dann Einstellung mittels der zwei Regler für Farbton und Sättigung). Fertig!

In den Bildern sind Foto-Setup und Ergebnisse gezeigt.

 Dreierbild
Bild 1: Blitz-Setup (ein Blitz mit Funkansteuerung, ausgerichtet gegen ein Styropor-Board als Reflektor, gegenüber noch ein Reflektor), Beispiel für ein Ergebnisbild, Bild nach Bildbearbeitung.

 

splatter05-klein
Bild 2: Ergebnis der Montage aus drei Bildern. 

 

Abschließend noch eine lustige Anekdote: Ich habe eines dieser blutigen, gruseligen Splatter-Fotos, die aus der Farbverschiebung der Schokofotos entstanden sind, auch der Microstock-Agentur Fotolia angeboten, die es aber abgelehnt hat! Nach kurzem Nachdenken habe ich das Foto wieder von blutig-rot auf schoko-braun getrimmt und tatsächlich wurde dies dann angenommen. 🙂 Was solch eine relativ leichte Farbverschiebung ausmachen kann … (nebst einer völlig anderen Verschlagwortung, das gebe ich zu). Interessant ist dabei auch, dass das braun-rot-braun-Foto wesentlich schokoladiger aussieht, als das ursprüngliche Originalfoto der Schokosaucenspritzer.   😉

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