1. Workshop: Frühlingsgefühle

Der Frühling ist da!

Ein Food-Foto mit Tageslicht – köstlich frisch und saftig und knusprig und grün! Solch ein Foto lebt von den Zutaten, und die hab ich mir abgeschaut von dem wunderbaren Food-Blog von Cannelle et Vanille (vgl. Quellen).

Abbildung 1: Ein frühlingshaftes Gericht in schönem Licht.

  

Rasch ein leeres Fläschchen Ketchup ausspülen und das Gewürzöl einfüllen (Knobi, Chilis, Salbei, in der Pfanne mit viel Olivenöl bei milder Temperatur ziehen lassen, abfüllen), ein Hackbrettchen mit einem Stückchen Kreide weißeln, und die Blätterteigpizza in den Ofen: Blätterteigplatten, 10 min auftauen, auf Backpapier überlappend zusammenfügen zu einem großen Rechteck, Packung Schafskäse darüberbröseln, Pfeffer, Salz, paar Spritzer Öl, kleingeschnippelte Oliven, kleingeschnippelte eingelegte Paprika; in den Ofen bei 200 Grad, ca. 15..20 Minuten.

  

Das Setup

Viel einfacher geht es nicht: Ein helles Fenster, Tageslicht, allerdings kein direktes Sonnenlicht, ein Balkontisch derart davor angeordnet, dass eine Gegenlichtsituation entstehnt, der Teller, die Flasche mit dem Gewürzöl, ein Reflektor schräg vorne an der Seite (ein Styroporbrett oder ein weißer Karton), das wars.

Abbildung 2: Setup.

  

Optik und Kameraeinstellungen

Kamera (EOS 500D mit APS-C-Sensor) mit 50mm-Festbrennweite, einmal auf Blende 2.8, einmal auf Blende 1.8. Man braucht auch kein Stativ, da das Tageslicht bei dieser weitoffenen Blende hell genug ist. Restliche Einstellungen: Av-Modus, ISO 100, Raw-Format, Belichtungskorrektur auf +1 EV. Gerade diese EV-Korrektur ergibt diesen schönen High-Key-Charakter.

  

Photoshop-Touch-up

Durch das schmeichelnde Licht und die schöne Unschärfe ist wirklich nicht mehr viel an Photoshop-Kosmetik notwendig. Im Raw-Konverter wird die Farbe leicht angepasst (oder auch belassen, wenn ok), in Photoshop selbst dann:

  1. Ausrichten des Bildes und Crop.
  2. Dezente Anhebung der Tiefen; Wert ca. 3 (Menü: Tiefen und Lichter).
  3. Dezentes Abwedeln des Öles und der hellgrünen Teile der Frühlingszwiebeln (Lichter, Wert = 2) – das lässt das Öl und die Zwiebeln richtig schön leuchten. Aber Vorsicht: weniger ist hier mehr, sonst sieht es künstlich aus!
  4. Sehr leichte Anhebung der Sättigung bzw. Dynamik, u.U. noch eine leichte Verschiebung hin zu warmen Tönen (bspw. auch mit einem Fotofilter, “warm”, Wert ca. 5).
  5. dezentes, maskiertes Scharfzeichnen der Krümel bzw. Anschnittstellen mittels USM, fertig! 

 

Abbildung 3: Ergebnis, hier mit Blende 2.8.

  

Surf-Tipps 

  1. Food-Blog: “Cannelle et Vanille”:
    http://cannelle-vanille.blogspot.com/
    http://www.flickr.com/photos/cannelle-vanille/
  2. Nicole Stich: Food-Blog “Delicious Days”
    http://www.deliciousdays.com/
    Mittlerweile auch als Buch:
    http://www.amazon.de/delicious-days-Nicole-Stich/dp/3833812222
  3. Milas Foto-Blog:
    http://www.flickr.com/photos/mila0506/

tgo, 2010-04-12

Ein Kommentar

  1. Pingback: Food Fotografie | Tutorials und Bücher für den Einstieg | Food Vegetarisch

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