6. Workshop: Clone Stamp – Next Generation …!

Gehören Sie vielleicht auch wie ich zur Gruppe der Photoshop-Anwender, die die „Kopierquelle“ bisher kaum oder überhaupt nicht genutzt haben? Wenn ja, so kann ich jetzt vielleicht etwas sinnvolles zur Anwendung, besonders auch zur interaktiven Verwendung beitragen. Man nehme bspw. das unten gezeigte Bild eines völlig zerschlagenen Tellers und versuche nun, mit dem Clone- bzw. Stempelwerkzeug diesen zu reparieren. Dies funktioniert aber nicht, da der Teller rund ist.

IMG_5843-be-klein

Abbildung 1: Ein zerschlagener Teller, perfekt zum Üben des rotierten Stempels.

 

Wenn man hier ausgehend von einem heilen Stück Rand ein Sample aufnimmt, so stimmt die Orientierung beim Stempeln über ein defektes Stück Rand nicht mehr. Drei Tricks lösen das Problem auf elegante Art und Weise:

  1. Die Aufgabe lässt sich über die Palette „Kopierquelle“ grundsätzlich lösen. Sie kann eingeblendet werden via Fenster / Kopierquelle. Bei dem Winkelsymbol lässt sich die Rotation eingeben (hier sollte man übrigens auch direkt einmal die anderen Features austesten: Skalierung, mehrere Kopierquellen usw.). Das Rotieren des Stempels ist ein tolles Feature, lässt sich allerdings in der geschilderten Art und Weise noch nicht wirklich bequem oder gar interaktiv nutzen.
  2. Jetzt kommt der zweite Trick: Wenn man mitten im Stempelprozess in das Eingabefeld zum Winkelmaß klickt und so den Fokus dorthinein setzt, so kann man bequem beim Stempeln parallel mit der linken Hand mit den Cursorpfeiltasten (Pfeil hoch, Pfeil runter) die Drehrichtung ändern. Das ist nun bereits interaktiv, es geht nur quälend langsam.
  3. Der dritte und letzte Trick: Das geht auch mit dem Mausrad. Weiterhin beschleunigt ein paralleles Halten der Shift-Taste die Drehung – jetzt ist der Ablauf perfekt!

Der Screenshot zeigt eine Momentaufnahme mitten im Stempelprozess. Geöffnet ist hier auch die besagte Palette „Kopierquelle“.

screenshot-01

Abbildung 2: Screenshot im Stempelprozess mit geöffneter Kopierquelle-Palette.

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Früher war solch ein Ausbessern mit Rotation nur viel aufwändiger möglich durch Ausschneiden eines Flickens (Polygon-Lasso-Werzeug), Einstellung einer weichen Kante und dann Transformation und Drehung dieses Flickens (Ctrl-t).

IMG_5843-be-repair-klein

Abbildung 3: Das Ergebnis – der Teller ist fast fertig (die Sprünge in der Glasur wurden absichtlich belassen).

 

 

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Ein Kommentar

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