Photoshop günstiger …!

Adobe Photoshop ist, besonders in der aktuellen Version CS4, ein fantastisches Programm! Aber es kostet auf normalem Wege fast 1.000 Euro, ein stolzer Preis, gerade auch, wenn man kein professioneller bzw. gewerblicher Nutzer ist. Es gibt aber einen einfachen und völlig legalen Trick, wie man an eine Student Edition gelangt, die bei gleichem Funktionsumfang nur ca. 200 Euro kostet: Man schreibt sich in einen VHS-Photoshop-Kurs oder -Fotokurs ein (Kosten je nach Kurs und Stadt beginnend ab 60 Euro). Hierüber gelangt man an eine Teilnahmebestätigung und an besagte verbilligte, aber völlig legale Schulversion. Einzige Einschränkung: Die Software darf nicht gewerblich genutzt werden.

Aber vielleicht reicht ja auch der kleine Bruder aus? Photoshop Elements 7 oder 8 kostet nur rund 70 Euro, ist aber verrufen durch den beschnittenen Leistungsumfang. Da muss man also schon genauer schauen, ich zähle einmal die bekanntesten Kritikpunkte auf:

  • Photoshop Elements hat nur eine rudimentäre Gradationskurvenfunktion: Das stimmt, das lässt sich aber durch kostenfreie Plug-Ins nachrüsten (vgl. die Quelle).
  • PSE beherrscht keine Masken: Das stimmt nicht ganz. Man verwendet einfach einen Befehl, der eine Maskierung mitbringt (vgl. die Quelle).
  • PSE beherrscht keine Pfade: Das stimmt! Wer viel freistellen muss, der ist hier also u.U. nicht gut bedient.
  • PSE beherrscht nur eine rudimentäre 16-bit Raw-Verarbeitung: Hm, teilweise richtig: Der Raw-Konverter ist zwar derselbe, wie bei PS, aber die dann u.U. erfolgende Weiterverarbeitung in 16 Bit funktioniert nur sehr eingeschränkt. Viele Filter beherrschen nur 8 Bit RGB.
  • PSE ist generell einfach nicht so leistungsfähig: Ja, viele Schmankerl fehlen: Belichtungskorrektur, Tiefenschärfe abmildern, Stempel mit Vorschau  usw. usf.

Da wird wohl jeder für sich selbst entscheiden müssen, ob der Funktionsumfang ausreicht! Die Entscheidung kann man sich leicht machen, wenn man die verfügbaren Testversionen installiert. Diese sind vier Wochen lang lauffähig.

Wie angesprochen darf man die gerade noch bezahlbare Student Edition von PS nicht gewerblich nutzen. Die Rückverfolgung ist wohl relativ einfach, weil Adobe mindestens in die EXIF-Infos die Software-Version einträgt, vielleicht auch noch an anderer Stelle. Aber meines Wissens darf man PS Elements gewerblich nutzen. Moralisch weniger gefestigte Anwender könnten nun auf die Idee kommen, die Bilder mit der Student Edition von PS zu bearbeiten und dann am Ende nochmals kurz nach PSE zu laden und dort zu speichern, um die EXIF-Infos auf PS Elements zu setzen. Ich bin aber nicht sicher, ob das funktioniert, oder ob auch an anderer Stelle noch ein Verweis zu finden ist!

Was höre ich da? Gimp? Tja, wers mag … 

🙂

 

Quellen

Jürgen Wolf: Adobe Photoshop Elements 7 – Das umfassende Handbuch. Galileo Press, 2009.

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